Nach einer schwierigen Karrierephase befindet sich Ex-FCB-Spieler Corentin Tolisso derzeit wieder in bestechender Form. Ein Vereinswechsel steht wohl bevor.
Während seinem Klub Olympique Lyon aufgrund der immensen Verschuldung der Zwangsabstieg aus dem Profifußball und somit ein Absturz in die Bedeutungslosigkeit droht, blüht der frühere Bayernspieler Corentin „Coco“ Tolisso wieder so richtig auf. Nachdem er 2022 ablösefrei vom FC Bayern nach Lyon zurück gewechselt war, lief es die ersten beiden Spielzeiten in die Ligue 1 nicht gut für ihn, nun befindet er sich wieder in Höchstform.
Im Europa League Duell mit Eintracht Frankfurt war Tolisso speziell in der ersten Halbzeit der dominante Mann auf dem Platz. Obwohl er nicht auf seiner Lieblingsposition, sondern defensiver aufgestellt wurde, erinnerte er an den Spieler, der 2017 der Rekordtransfer des FC Bayern und der Bundesliga war.
„Tolisso? Ich sehe in der Ligue 1 heute, sei es bei Marseille oder PSG, keinen besseren Mittelfeldspieler als ihn“, schwärmte der bekannte französische Sport-Journalist Daniel Riolo bei RMC Sport nach der Partie von dem 30-Jährigen. Der Weltmeister von 2018 befindet sich schon seit Saisonbeginn in ausgezeichneter Form.
Gegen Frankfurt war seine Leistung erstklassig, obwohl der FCB-Triple-Sieger 2020 tiefer als sonst spielte. Dazu die führende französische Sportzeitung L`Équipe: „Das hinderte ihn nicht daran, sich in Szene zu setzen und gefährlich zu werden: Sein erster Schuss ging an den Pfosten (7.) und sein zweiter Schuss wurde von Cherki ins Tor abgefälscht“. Tolissos Pass in den Lauf von Alexandre Lacazette (11.) sei „Kaviar“ gewesen.
Riolo fordert Tolissos Rückkehr in die Nationalmannschaft: „Wenn wir eine Liste der französischen Mittelfeldspieler machen: Wer ist Tolisso heute überlegen? Was hat er weniger als 90 Prozent der Spieler in Frankreichs Mittelfeld?“ Und ergänzt: „Er hat diesen Schuss, diesen Pass, er dirigiert, er kann Bälle erobern …“
Aufgrund einer gewaltigen Verletzungshistorie lief der 30-Jährige insgesamt lediglich 28 Mal für L`Équipe Tricolore auf, letztmals stand er bei der EM 2021 im Kader von Didier Deschamps. Auch beim FC Bayern kam der Rekordtransfer von 2017 (42 Millionen Euro) in fünf Spielzeiten (2017-2022) nur auf 72 Bundesligaspiele, das waren gerade einmal 42 Prozent der möglichen.
Nach seinem Wechsel zurück nach Lyon, von woher er auch 2017 an die Säbener Straße gewechselt war, bekam er zwar die Verletzungsprobleme größtenteils unter Kontrolle, aber seine Leistungen stimmten für zwei Saisons nicht mehr. Nun befindet er sich wieder in prächtiger Form, jedoch steht sein Klub am Abgrund. Zum deutschen Rekordmeister wird er wohl aber nicht mehr zurückkehren, weil dieser auf seiner Position bestens besetzt ist.

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