Nachdem er ihn zum Saisonstart noch scharf kritisiert hatte, schwärmt Didi Hamann nun von Jamal Musiala. So hat sich der 21-Jährige für ihn sogar zum absoluten Führungsspieler etabliert.
Das das unglückliche deutsche Ausscheiden bei der Heim-EM extrem motiviert hat sich Jamal Musiala beim FC Bayern in der laufenden Saison immer mehr gesteigert und als nahezu kompletter Spieler gezeigt.
Kopfballungeheuer und Distanzschütze
Neu hinzu gekommen ist eine außergewöhnliche Kopfballstärke, was ihn jüngst satte fünfmal nach einem Kopfball jubeln ließ – darunter auch ein Länderspieltor gegen Bosnien-Herzegowina. Die Qualität der Treffer per Kopf nahm dabei stets zu und so hat er den für ihn ungewöhnlichen Spitznamen „Kopfballungeheuer“ verpasst bekommen. Zunächst scherzhaft, mittlerweile bereits bewundernd, weil er in dieser Disziplin der führende Torjäger in Europas Top5 Ligen ist.
Auch der gewaltige Distanzschuss zum 1:0-Siegtreffer im Bundesligaspiel bei FC St. Pauli demonstriert seine gewachsene Vielseitigkeit auf beeindruckende Weise.
Chefkritiker zeigt sich nun begeistert
So hat nun selbst Didi Hamann, im Sommer noch scharfer Kritiker von Musiala, seine Meinung zum 38-fachen Nationalspieler nach seinen zahlreichen imponierenden Leistungen sowohl beim FC Bayern als auch im Nationalteam radikal geändert. Der ehemalige Bayernspieler, der Musiala noch Anfang September als „Einzelspieler” abqualifiziert hatte, erkennt seine großartige Entwicklung und lobt ihn in höchsten Tönen.
Hamann bei Sky90: „Man hat in den letzten Wochen gesehen, warum er das Gesicht des FC Bayern werden soll.“ Besonders beeindruckt ihn nun Musialas häufiger spielentscheidender Einfluss. So erzielte der Supertechniker gegen Benfica, den FC St. Pauli und Borussia Dortmund jeweils den einzigen Treffer für den Rekordmeister, zweimal zum Sieg oder – wie in Dortmund – zumindest für einen Punkt.
Hamann gesteht sein Fehleinschätzung ein
Hamann selbst räumt seine Fehleinschätzung ein, als er Musiala als zu berechenbar und zu oft als „Alleinunterhalter” auf dem Platz wahrgenommen hatte. Die jüngsten Entwicklungen überzeugen den Chefkritiker: „Was er aktuell spielt, ist herausragend.“ Seine frühere höchst umstrittene Einschätzung – „Wenn ich aus Bayern-Sicht Florian Wirtz und Jamal Musiala tauschen könnte, würde ich es gleich morgen tun“ – würde der 51-Jährige mittlerweile am liebsten aus dem Protokoll streichen.
Toni Kroos: „Apropos Geisterfahrer, du wolltest noch über Didi Hamann sprechen“ – FC Bayern Total
„Sie haben hochtalentierte Spieler auf den Außenbahnen, aber die sind etwas untergegangen. Ohne Musiala würden die Münchener nicht dort stehen, wo sie aktuell stehen“, schwenkt der derzeitige Sky-Experte nun sogar vollkommen um.
Jamal Musiala ist für Hamann derzeit nicht nur ein „herausragenden Spieler“, sondern als erst 21-Jähriger bereits ein echter Führungsspieler, der das riesige Potenzial hat, zu einem der prägenden Gesichter des FC Bayern in den nächsten Jahren zu werden.
Titelbild: Musialas Torjubel nach seinem wunderbaren Kopfballtreffer zum 1:1 in Dortmund.
