Vercoacht? Vincent Kompany erklärt seine Startelf-Entscheidung

Mathys Tel kommt in der laufenden Saison für den FC Bayern München nicht wirklich zum Zug. Ausgerechnet im „Klassiker“ gegen Borussia Dortmund durfte der 19-jährige Franzose aber von Beginn an ran. Experten und Fans bewerteten dies nach der Partie als ein Vercoachen von Trainer Vincent Kompany. Dieser begründet seine Entscheidung.

Viele Fußballfans rieben sich die Augen, als sie eine Stunde vor dem Spielbeginn in Dortmund die FCB-Startelf präsentiert bekamen. Nicht die erwarteten Michael Olise oder Kingsley Coman starteten – Serge Gnabry fiel zudem mit Knieproblemen aus – nein, die Wahl von Kompany fiel auf den französischen U21- Nationalspieler Mathys Tel.

Kompany erklärt Startelf-Einsatz von Tel

Im Interview mit Sky erläuterte der Belgier bereits vor der Partie seine Entscheidung: „Mathys war einfach sehr gut drauf. Das haben Sie nicht gesehen, aber im Training hat er genauso abgeliefert wie die anderen. Wir haben Vertrauen in die Jungs“.

Auf die Frage, ob die Entscheidung etwas mit dem Leverkusen-Spiel – der FC Bayern empfängt den amtierenden Meister am Dienstag im DFB-Pokal, zu tun habe, antwortete Kompany mit: „Nein, es hat nichts damit zu tun. Wir haben einen Spieler, der leider ausfällt. Das ist Serge Gnabry. Die zehn Spieler aus dem PSG-Spiel spielen auch heute, wir haben einmal gewechselt.“

Leider konnte Tel die Erwartungen im gestrigen Topspiel erneut nicht erfüllen. Es scheint ein bisschen wie verhext bei ihm zu sein: Als Einwechselspieler kann er zumeist seine starken Trainingsleistungen umsetzen, steht er in der Startformation, ist dies wie eine Blockade bei ihm. So wurde er schließlich in der 62. Spielminute für Kingsley Coman ausgewechselt, die Kritiker warfen Kompany vor, dass dies viel zu spät der Fall gewesen sei.

Stark in der Saisonvorbereitung

In der Saisonvorbereitung galt der 19-Jährige noch als einer der großen Gewinner an der Säbener Straße. Viele Spieler starteten wegen der EM erst verspätet mit dem Training, er selbst verzichtete – im Gegensatz zu Michael Olise – sogar auf die Teilnahme am Olympischen Fußballturnier in Paris und überzeugte durchaus in den ersten Trainingswochen.

Trotzdem kommt Tel auch in dieser Spielzeit auf den Flügelpositionen und im Sturmzentrum an der starken Konkurrenz nicht vorbei und muss sich daher meistens mit einem Platz auf der Ersatzbank begnügen. Und wenn er dann die Chance bekommt, sich wie gestern beim Clásico zu beweisen, verkrampft er meistens.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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