Wettbewerbsübergreifend sechs Siege in sechs Pflichtspielen, dabei überragende 29:5 Tore erzielt – der FC Bayern ist beeindruckend in die neue Saison gestartet. Innerhalb von acht Tagen erzielte der Rekordmeister zuletzt 20 Tore. Ex-FCB-Chefe Stefan Effenberg macht sich nun aber Gedanken über mögliche Probleme der Bayern gegen stärkere Gegner.
Nach einem fulminanten Saisonstart warten auf den FC Bayern nun eine ganze Reihe hochkarätiger Gegner: Zunächst steht am Samstagabend das Bundesliga-Topspiel gegen den amtierenden Double-Sieger Bayer 04 Leverkusen an. Vier Tage später folgt das Champions-League-Duell beim aktuellen Tabellendritten der Premier League Aston Villa und dann die BL-Partien bei Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt sowie gegen den Vizemeister VfB Stuttgart.
So mahnt Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg in seiner Kolumne bei Sport1: “Es werden für die Münchner noch andere Mannschaften kommen, die eine höhere Qualität und auch mehr Ruhe am Ball haben, nicht nur in der Champions League”.
Effenberg sieht dabei die Risiken der Spielweise unter Trainer Vincent Kompany. “Die Bayern geben dir schon Räume mit ihrer Art, Fußball zu spielen. Wenn du ihre beiden Ketten überspielst, den Ball dann festmachen kannst, dann gibt es schon Platz”, macht der 56-Jährige auf potenzielle Schwachstellen durch das hohe Gegenpressing der Bayern aufmerksam.
Dennoch überwiegen für Effenberg die positiven Aspekte des neuen FCB-Spielstils: “Es wird spannend zu sehen sein, ob die Bayern dann immer noch so spielen.” Die aktuelle Entwicklung unter Kompany beeindruckt den CL-Sieger von 2001 (Titelbild): ”Ich will gar nicht sagen, dass Bayern einen Lauf hat. Sie spielen einfach das, was Vincent Kompany als Trainer von ihnen will”.
Auch die “große individuelle Klasse” trägt laut dem früheren deutschen Nationalspieler maßgeblich zum Erfolg des Teams bei. Seit Kompany Ex-Trainer Thomas Tuchel abgelöst hat, verspüre man beim FC Bayern wieder “diese Gier, über 90 Minuten Tore zu erzielen und das Ergebnis eben nicht zu verwalten”.
