Max Eberl zur Fankritik am Verkauf von Matthijs de Ligt

Noch immer herrscht bei Teilen der Anhängerschaft des FC Bayern Unverständnis über den Verkauf des Niederländers Matthijs de Ligt. Der 25-Jährige wechselte Anfang letzter Woche zusammen mit Noussair Mazraoui zum englischen Rekordmeister Manchester United. Max Eberl hatte während der Südkorea-Tour angekündigt, zu den Gründen Stellung zu nehmen, „wenn es soweit ist„. Dies tat er nun gegenüber dem Portal FCBInside.

Das Unverständnis vieler FCB-Fans wegen des ManUnited-Transfers von de Ligt ist immer noch groß, es wurde sogar eine Petition gegen den Wechsel gestartet, die insgesamt mehr als 71.000 Unterschriften gesammelt hat. FCB-Sportvorstand Eberl hat sich nun nach dem Pokal-Sieg des FC Bayern in Ulm dazu geäußert: “Ich verstehe Fans, die ihre Lieblingsspieler haben und Spieler gerne behalten möchten.”

Der 50-Jährige weiter: “Schlussendlich muss ich aber Entscheidungen treffen. Wir müssen Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen.” Damit folgte er den Vorgaben des FCB-Aufsichtsrats mit inoffiziellem Vorsitz von Uli Hoeneß. Denn für die Transfers von Michael Olise, João Palhinha und Hiroki Ito musste der deutsche Rekordmeister insgesamt 125 Millionen Euro zahlen. Da man an der Säbener Straße keinen „Geldscheißer“ (U. Hoeneß) besitzt, mussten auch Transfereinnahmen generiert werden.

Eberl weiter: “Matthijs hat ein neues Abenteuer bei Manchester United – das ist auch kein schlechter Verein. Ich kann Fans natürlich verstehen, aber es muss jemand die Entscheidung treffen und die haben wir getroffen.”

Die Innenverteidigung war laut Eberl mit Minjae Kim, Dayot Upamecano, Hiroki Ito, Eric Dier, De Ligt und Josip Stanisic zu breit aufgestellt: “Das war uns zu groß, wir wollen es kleiner und kompakter haben. Matthijs ist auch ein herausragender Innenverteidiger, aber es können nur zwei auf dem Platz stehen.”

Der 50-Jährige ist davon überzeugt, dass es schlussendlich die richtige Entscheidung war: “Am Ende werden wir damit konfrontiert, ob es funktioniert oder nicht und dementsprechend haben wir entschieden. Wir sind davon überzeugt, dass es funktioniert.”

FC Bayern Total: Der FCB-Sportboss wollte mit seinen Erklärungen ganz offensichtlich bewusst kein weiteres Öl ins Feuer gießen, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass Mentalitätsspieler de Ligt erhebliche Defizite im Spielaufbau und bei der Grundgeschwindigkeit hat. Diese Eigenschaften sind aber für das von Vincent Kompany bevorzugte System nicht zuletzt wegen des aggressiven Pressings von erheblicher Bedeutung.

Wenn die Auswahl an Innenverteidigern mit de Ligt zu groß gewesen wäre, würde man sich nicht weiterhin mit Jonathan Tah beschäftigen.

FCB-Abgang von de Ligt steht fest: Eberl will „zu den Gründen Stellung beziehen, wenn es soweit ist“ – FC Bayern Total

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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