Katastrophe! Der nächste Wunschspieler entscheidet sich gegen Bayern!

Kommentar zur aktuellen Transferperiode von Petersgradmesser

…. solche oder ähnliche Überschriften mussten die Bayernfans in den letzten Wochen und Monaten des Öfteren lesen und ertragen. Nicht wenige Anhänger des Rekordmeisters reagieren darauf unmittelbar und wütend – und zwar weniger auf die unpassende Headline als vielmehr auf die Vereinsverantwortlichen, die ihrer Meinung nach seit Jahren schlichtweg nichts mehr gebacken bekommen.

Die Fußball-Realität sieht aber tatsächlich ganz anders aus. Nehmen wir die aktuelle – angebliche – Absage des 19-jährigen Franzosen Désiré Doué als Beispiel: Laut BILD hätten Eberl & Co alles in Bewegung gesetzt, um den Reservisten der französischen Olympiamannschaft an die Säbener Straße zu locken. Stimmt das so tatsächlich? Denn die (Un-)Summen, die für den jungen Mann im Raum stehen, sind ziemlich unglaublich: Transfermarkt.de ordnet seinen Wert bereits mit satten 30 Millionen Euro ein, der FCB hatte angeblich 50 Millionen für ihn geboten. Was nun – angeblich final – nicht ausreicht, weil PSG mit 60 Millionen noch einmal eine erhebliche Summe oben drauf gesetzt hat!

Ist es so, dass sich ein Spieler gegen einen Wechsel zu einem Verein entscheidet, weil er sich für das (finanziell bessere) Angebot eines anderen entscheidet? Eher wohl nicht. Man kann aber nur ein Angebot von mehreren annehmen, was dann definitiv keine Entscheidung gegen die anderen Bewerber ist.

Jeder Verein setzt sich zudem Grenzen. Bayerns Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte vor zwei Jahren stolz verkündet, dass Matthijs de Ligt (damals Juventus Turin) sich ausdrücklich für den FCB entschieden hätte. Der deutsche Rekordmeister hätte sich gegen große Konkurrenz durchgesetzt. Mittlerweile ist durch Statements aus Manchester bekannt, dass die Engländer damals einfach nicht die von Juve geforderten 67 Millionen an Ablösesumme bezahlen wollten und deshalb aus dem Wettrennen ausgestiegen sind. Andere FCB-Konkurrenten haben das wohl ebenso gesehen …

Und liebe Bayernfans: Die Verpflichtung von Doué ist für Max Eberl & Co ganz sicher nicht alternativlos: Von der Säbener Straße grüßt geballte Offensivpower mit Harry Kane, Mathys Tel, Jamal Musiala, Michael Olise, Kingsley Coman, Serge Gnabry, Leroy Sané, den jungen Wilden Nestory Irankunda, Arijon Ibrahimovic und Gabriel Vidovic. Thomas Müller ist auf eindrucksvolle Weise auch noch da, Bryan Zaragoza vor dieser Konkurrenz sogar geflüchtet.

Muss man Coman, den Torschützen des CL-Endspiels 2020, vor seiner zehnten FCB-Saison tatsächlich verscherbeln, per Leihe an die europäische Konkurrenz abgeben, um einen bislang völlig unbekannten 19-Jährigen für eine unfassbare Summe zu holen? Ich denke NEIN!

Die BILD erinnert heute auch an die angeblich schmerzvolle Absage von Xavi Simons: In dieser Saison hat der FCB noch Thomas Müller, der bei Kompany laut Eberl sogar eine besondere Rolle einnehmen soll, und will 2025 alle Anstrengungen unternehmen, um Florian Wirtz nach München zu holen. Auch vor diesem Hintergrund ist es keine allzu große Schmach, dass Simons nicht kommt. Ähnlich verhält es sich bei Dani Olmo.

Immer schön ruhig bleiben, liebe FCB-Fans – und den Vereinsverantwortlichen vertrauen. Die sind nun nämlich wirkliche Profis in diesem Business.


Update 15. August 2024:

Max Eberl hat auf der heutigen PK vor dem Pokalspiel in Ulm zusammen mit Vincent Kompany die Ausführungen in unserem Beitrag von vor drei Tagen quasi bestätigt.

Max Eberl überrascht: FCB-Kader für die nächste Saison steht! – FC Bayern Total

Er wurde auf die Transfer- und Kadersituation an der Säbener Straße angesprochen und zeigte sich absolut zufrieden: „Wir haben einen herausragenden Kader mit herausragenden Spielern, die mit Vincent Kompany eine gute Symbiose in der Vorbereitung gebildet haben.

Speziell auf Désiré Doué angesprochen, meinte der FCB-Sportvorstand: „Ein Neuzugang ist nicht automatisch Stammspieler, weil wir sehr gute Spieler im Kader haben. Die Konstanz ist wichtig, deswegen ist es so wichtig, wie Vini gerade erklärt hat, dass die Spieler fit sind. Wenn nichts Außergewöhnliches passieren sollte, dann haben wir den Kader für die neue Saison beisammen.

Das heißt, dass Eberl den aktuellen Kader so gut sieht, dass ein Doué, aber auch ein Xavi Simons sehr schnell auf der Ersatzbank beim Rekordmeister sitzen kann. Der 21-jährige Niederländer hat exakt diese Situation gescheut und hat sich lieber noch einmal ins warme Nest in Leipzig mit Stammplatzgarantie gesetzt.

Der FCB hat sich größtenteils für das vorhandene Personal entschieden, in welches Kompany großes Vertrauen setzt. Die von den Medien verkündeten Transferschlappen waren vielmehr auch bewusste Entscheidungen in München gegen die teuren Neuverpflichtungen.

Mia san mia! Sollte das jemand vergessen haben …


Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

2 Kommentare zu „Katastrophe! Der nächste Wunschspieler entscheidet sich gegen Bayern!

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