Nachdem der Transfer von Jonathan Tah zum FC Bayern lange Zeit als ziemlich sicher gegolten hatte, wurde er zuletzt fast schon – zumindest für diesen Sommer – totgesagt. Nun scheint aber wieder Bewegung in die Sache zu kommen, was auch daran liegen könnte, dass möglicherweise Matthijs de Ligt und Noussair Mazraoui im Doppelpack zu Manchester United gehen. Auf alle Fälle hat der deutsche Rekordmeister nun ein zweites Angebot für Tah abgegeben. Der kicker berichtet dazu allerdings, dass es aus Sicht von Leverkusens Geschäftsführer Simon Rolfes noch „keinen neuen Stand“ gibt. Die FCB-Offerte reicht nicht aus.
Lange Zeit herrschte Stillstand im Transfer-Poker um Jonathan Tah. Nachdem die Bayern-Verantwortlichen schon vor Wochen eine erste Offerte in Höhe von 18 Millionen Euro plus zwei weitere Millionen an Boni unterbreitet hatten, war lange nichts mehr geschehen. Das neue FCB-Angebot steht bei 20 Millionen Euro, die durch erfolgsabhängige Zusatzzahlungen auf 25 Millionen Euro ansteigen können.
Simon Rolfes gegenüber dem kicker zum Thema Tah. „Ich kann nichts dazu sagen. Es gibt keinen neuen Stand. Jona kommt am Sonntag mit uns ins Trainingslager. Das ist die Situation„.
Den großen Durchbruch stellt die letzte Aktion von Max Eberl & Co im Poker um den 28-jährigen Nationalspieler natürlich nicht dar. Bayer-Geschäftsführer Rolfes würde mit Tah sowieso am liebsten verlängern, was dieser aber kategorisch ausschließt. Dennoch sieht sich der Sportboss des Werksvereins nicht unter Zugzwang. „Wenn die Transferphase heute vorbei wäre, hätte ich keine Sorge, mit diesem Kader in die Saison zu gehen„.
Wohlwissend dass es das erklärte Ziel des deutschen Nationalspielers ist, an die Säbener Straße zu wechseln, erklärt Rolfes außerdem: „Es ist ja nicht der Fall, dass er nicht gerne für Bayer 04 spielt.“ Damit baut er wohl auch schon einmal Richtung eigene Fans vor, sollte Tah tatsächlich noch eine Saison für Bayer auflaufen (müssen).
Nach der Vorgabe von Uli Hoeneß („wir haben keinen Geldscheißer„), vor den nächsten eigenen Spielerverpflichtungen selbst Transfererlöse erzielen zu müssen, geht der FCB-Blick nun wohl zunächst nach Manchester. Kommt es zu einer Ajax-Wiedervereinigung von Erik ten Haag, de Ligt und Mazraoui, werden die Verantwortlichen des Rekordmeisters sicherlich auch noch einmal das Tah-Angebot aufstocken. Und Rolfes wird dann irgendwann auch einmal nachgeben müssen, wenn er nicht doch noch intern Konfliktpotenzial heraufbeschwören möchte.

Ein Kommentar zu “Der FC Bayern möchte Jonathan Tah: Die Reaktionen aus Leverkusen”