Der spanische Linksverteidiger Marc Cucurella war natürlich keineswegs Schuld an der desaströsen Fehlentscheidung des englischen Referees Anthony Taylor, als dieser nach dessen Handballeinlage bei Jamal Musialas Schuss in der Verlängerung des EM-Viertelfinales nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Allerdings wurde er durch seine provokanten Äußerungen nach dem Spiel immer mehr zur Reiz- bis Hassfigur zahlreicher deutscher Fußballfans. In dieser Rolle scheint er sich selbst zu gefallen, denn nach dem EM-Sieg teilt er schon wieder – völlig unnötig – aus.
So hatte der 25-Jährige nach dem gestrigen EM-Finalsieg Spaniens über England eine dringende Botschaft an eine englische Fußball-Legende:
„Wir haben es geschafft, Gary. Danke für Deine Unterstützung“, postete Cucurella bei Instagram. Darauf markiert er Gary Neville, der im englischen Fernsehen als Experte tätig ist und vor Beginn des Turniers keine guten Worte über Cucurella verlor.
Die spanische Defensive verfüge zwar über eine Menge Erfahrung, meinte Neville vor einigen Wochen. Es fehle aber etwas, um dem Team letzten Endes den Titel zutrauen zu können. „Und ich muss sagen: Dass Cucurella als Linksverteidiger startet, ist ein gutes Beispiel dafür. Er hat bei Chelsea nicht überzeugt.“
Nevilles Bezug: Cucurella war im Sommer 2022 für über 65 Millionen Euro von Brighton & Hove Albion zum FC Chelsea gewechselt. Die Blues befinden sich jedoch seit zwei Jahren trotz Transferinvestitionen in Milliardenhöhe in einer handfesten sportlichen Krise. Fester Bestandteil davon ist auch Cucurella. So qualifizierte sich sein Londoner Club trotz eines der teuersten Kader im Weltfußball in der abgelaufenen Saison mit 28 Punkten Rückstand auf Meister ManCity gerade noch für die drittklassige Conference League.
Bei der Europameisterschaft überzeugte der Chelsea-Spieler zwar größtenteils auf dem Spielfeld, ließ aber außerhalb kein Fettnäpfchen aus. Dass er sich zum Feindbild zahlreicher deutscher Fans entwickelte, muss niemanden wirklich verwundern, der sich ernsthaft mit den Emotionen von Fußballanhängern beschäftigt. Im Halbfinale wie im Endspiel wurde er permanent ausgepfiffen und ausgebuht.
Dass er sich nach dem Endspiel nicht ausschließlich dem Jubel mit seinem Team gewidmet hat und stattdessen wieder ein Fass aufmachen musste, passt wohl zu seinem Charakter. Die Rolle der Hassfigur scheint er fast schon zu genießen. Der Mann spielt in England Fußball und attackiert nun auch noch eine englische Fußballlegende.
Bereits nach dem Deutschland-Spiel haben zahlreiche Fans auf das berühmte Karma gehofft, wurden aber letztendlich bitter enttäuscht. Das muss aber kein Dauerzustand sein und dann ist Cucurella in England, Deutschland etc. mehr Hohn und Spott sicher, als ihm lieb sein wird.
Marc Cucurellas (zu) spätes „Geständnis“: Es war doch Handspiel! – FC Bayern Total

Nur weil Spanien jetzt Europameister geworden ist, die sollten sich mal bedeckt halten, Deutschland war die bessere Mannschaft, Spanien kein Fußball gespielt sondern Handball.
Jedenfalls hatte er seine ganz spezielle persönliche Freude. Das Handspiel wird nicht geahndet und verhilft so (seinem geliebten?) Spanien zum Sieg über die Deutsche Mannschaft. Im Endspiel gibt der kleine Katalane einen wunderbaren Pass auf den Basken O…, der allerdings im Abseits stand. So verhalfen zwei Separatisten (und die jeweiligen Schiris und VAR Spanien zum Titel. So konnte er es sich auch herausnehmen, in Unterhosen herumzulaufen und vor den spanischen König zu treten. Ein guter Spieler aber offensichtlich verstrahlt.