Tipp für den FC Bayern: Deschamps erklärt die Topform von Upamecano

Während Dayot Upamecano beim FC Bayern immer wieder wegen diverser Aussetzer in der Kritik steht, ist der Vize-Weltmeister in der französischen Nationalmannschaft auch bei der EM als Stammspieler gesetzt. Sein Nationaltrainer Didier Deschamps hat sich auf einer PK über ihn geäußert und erklärte dabei, warum sich Upamecano derzeit wieder in Topform präsentiert.

Auf die Frage, warum der FCB-Innenverteidiger trotz der im Verein gezeigten Konzentrationsschwächen in der französischen Nationalmannschaft immer liefert, antwortete Deschamps: “Ob es sich um Dayot oder andere Spieler handelt: Es geht darum, ihnen so viel Selbstvertrauen wie möglich zu geben.”

Der Verdienst für gute Leistungen liegt zwar laut dem 55-Jährigen bei den Spielern selbst und nicht beim Trainer, aber: “Es ist meine Aufgabe und die meines Personals, meine Spieler und ihre Befindlichkeiten durch Gespräche zu kennen”.

Der Weltmeister von 1998 meint auch, dass Upamecano zuletzt beim Rekordmeister wenig gespielt hat: “Er hatte auch einige körperliche Probleme. Jetzt muss er auf diesem Niveau bleiben, weil es für uns wichtig ist.

Für die Équipe Tricolore stand der 25-Jährige in beiden Gruppenspielen über 90 Minuten auf dem Platz. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Franzosen bislang ohne Gegentor blieben. Upamecano überzeugte mit einer Passquote von 92 Prozent und gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe.

Gut zugehört, FC Bayern – und nicht zuletzt auch liebe Bayernfans! Und: Volles Vertrauen dabei in Vincent Kompany …


Update 26. Juni 2024:

Nein, leider haben zumindest die Bayernfans definitiv nicht gut zugehört!

Gestern war wieder eines dieser bitteren Upamecano-Spiele, zumindest in der Wahrnehmung der deutschen Fußball-Öffentlichkeit, speziell eben der zahlreichen FCB-Fans:

Bis eine Viertelstunde vor Spielende zeigte der FCB-Innenverteidiger seine nächste bockstarke Leistung bei dieser EM. Dann leistete er sich eine kleine Unachtsamkeit, einen Lapsus, eine unglückliche Situation. Bei einem Klärungsversuch im eigenen Strafraum touchierte er hauchzart die Sohle eines polnischen Stürmers, der theatralisch zu Boden ging. Vom Schiedsrichter ignoriert lief das Spiel noch ca. eine Minute weiter – und dann hatte der VAR seinen Einsatz: Foulelfmeter!

Gerade bei solchen Szenen denkt man einmal mehr an den grundsätzlich unsinnigen Fußball-(Reporter)Satz: „Das war zu wenig für einen Elfmeter!“ Häufig zu hören nach wüstesten Ringer-Einlagen von Verteidigern! In solchen Szenen muss das Foul schon immer ziemlich knackig sein. Und dann reicht auf der anderen Seite – wie gestern – eine hauchzarte Berührung?

Und natürlich ist Upa bei zahlreichen FCB-„Fans“ schon wieder der Buhmann. Wohl gemerkt: Hier in Deutschland und Bayern, nicht in Frankreich und bei Dechamps!

Bei nicht wenigen eigenen Fans hat man mittlerweile das Gefühl, dass sie bei manchen Spielern schon gierig auf Szenen und Spiele warten, um wieder drauf hauen zu können. Dechamps macht das um Klassen besser! Übrigens im Fall von Upa auch schon seine Bayerntrainer Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel.

Abschließend noch einmal Dechamps zitiert: “Ob es sich um Dayot oder andere Spieler handelt: Es geht darum, ihnen so viel Selbstvertrauen wie möglich zu geben.”

Ganz ehrlich: Man kann das gar nicht häufig genug tun! Aber die Hoffnung, dass die wichtige Botschaft ankommt, schwindet leider trotzdem …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen