EURO 2024: PK mit Julian Nagelsmann vor dem Gruppen-Endspiel gegen die Schweiz

Die wichtigsten Aussagen des Bundestrainers zum morgigen Spiel gegen die Eidgenossen in Frankfurt:

Über seine Erwartungen an den (sehr schlechten) Rasen:

Generell, dass er hält. Da habe ich allerdings wenig Hoffnung. Ich will niemandem von der Eintracht zu nahe treten, aber der Rasen ist einfach nicht gut. Ich glaube, nach dem NFL-Spiel ist er nicht mehr gut angewachsen. Ich mache mir um das Fußballspiel keine Sorgen, eher um die Verletzungsgefahr. Man hat es bei Kyle Walker gesehen, dass kann, wenn es blöd läuft, ein Kreuzbandriss sein. Das ist, wie wenn man im Winter mit Sommerreifen fährt. Aber es ist wie es ist, wir müssen damit umgehen und das beste aus dem Rasen machen.

Der 36-Jährige zu Wechseln in der Startelf:

Stand jetzt gibt es keine. Wichtig ist, dass der Rhythmus beibehalten wird. Wir haben nicht so viel Zeit gemeinsam. Auf die Gelb-Situation nehme ich keine Rücksicht, weil ich dem Kader vertraue. Ich nehme ein Beispiel, wenn ich Robert Andrich runternehmen würde und lasse Pascal Groß spielen, damit Robert dabei ist. Das wäre dann respektlos Pascal gegenüber. Meine Überzeugung ist, dass man alles rein wirft. Dafür haben wir einen guten Kader.“

Nagelsmann zum Kontrahenten aus der Schweiz:

„Es ist ein sehr guter Gegner, sicherlich der stärkste in der Gruppe. Ich schätze, was die Einzelspielerqualität angeht, die Schweiz als den stärksten Gegner ein. Der Herausforderung stellen wir uns und wir wollen auch das dritte Gruppenspiel gewinnen.“

Der Ex-Bayerntrainer zum Umgang mit Leroy Sané:

Eigentlich wie immer. Wir haben einen sehr guten Draht zueinander. Die Ausfallzeit war jetzt nicht so lang. Man hatte natürlich immer ein bisschen Sorge, dass es wiederkommt. Er hat dann insgesamt fast fünf Wochen nicht trainiert. Es dauert einfach seine Zeit, bis er wieder voll im Rhythmus ist. Die gebe ich ihm, aber er muss sich gerade etwas gedulden. Er ist ein guter Charakter, der toll zu führen ist und nicht aufmuckt. Außer Auswechslungen, die mag er nicht so. Aber von der Bank kommen, das mag er.“

Über seinen Kapitän Gündogan:

Ich zähle ihn zu der Achse, die wir von vorne nach hinten haben. Er hat nebendran Spieler, die mehr Risiko nehmen. Das wollen wir aber auch. Ich finde, das ist seine stärkste Position. Auch im Jahr des Champions-League-Siegs mit City hat er immer sehr hoch gespielt. Ihn zeichnet aus, wenn er kurze Wege zum Tor hat. Von der Sechs ist es geometrisch bedingt schon 40 Meter weiter als von der Zehn. Die 40 Meter haben schon einen Impact, was unser Offensivspiel angeht.“

Der Bundestrainer über die Standards, die – medial viel diskutiert – noch nicht so viel Erfolg gebracht haben:

Standards haben immer eine Bedeutung. Mads Buttgereit investiert da viel Hirnschmalz. Bei Standards musst du Varianten entwickeln, um Spieler rauszuziehen und mehr Fläche zu generieren. Wir haben in meiner Amtszeit genügend Standardtore erzielt. Vielleicht können wir die prozentuale Verteilung der Standardtore bei dieser EM noch ein bisschen hochschrauben, indem wir noch ein paar Standardtore schießen.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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