EURO: England in der Krise – scharfe Kritik an Harry Kane

Fußball-England wird so langsam unruhig. Der Top-Favorit auf den EM-Titel in Deutschland kommt im Turnier überhaupt nicht ins Rollen. So kritisiert die Sun nach dem am Ende sogar schmeichelhaften 1:1 gegen Dänemark: „Zahme Löwen! Das ist ein englisches Team, das unter einer Identitätskrise leidet. England scheint meilenweit davon entfernt zu sein, potenzieller Europameister zu werden.“ Auch Kapitän Harry Kane bekommt sein Fett weg.

Trotz seines ersten Turniertreffers zum zwischenzeitlichen 1:0 wirkt der FCB-Toptorjäger nicht fit. So nahm Englands Coach Gareth Southgate seinen Anführer bereits in der 69. Minute vom Platz. Auf die Frage, ob Kane überhaupt fit ist, antwortete Southgate: „Er hat in den letzten fünf oder sechs Wochen nur einmal 90 Minuten gespielt, deshalb hatte ihn das letzte Spiel (das 1:0 gegen Serbien) sehr beansprucht.“ Beim Auftaktspiel der Three Lions hatte der 30-Jährige Kane in der ersten Halbzeit nur zwei Ballkontakte, wirkte nie richtig eingebunden ins Spiel der Engländer.

Was immer klarer wird: Die zum Ende der Saison beim FC Bayern massiv aufgetauchten Rückenprobleme machen Harry Kane immer noch zu schaffen. Er ist längst nicht bei 100 Prozent. Das ist wohl auch nicht möglich.

Dazu die englische Stürmer-Legende Gary Lineker: „Harry Kane muss noch viel besser werden. Wenn du Stürmer bist, ist deine Aufgabe Tore zu schießen, was er brillant kann und das schon seine ganze Karriere lang. Aber er braucht einen Trainer, der ihm sagt: ‚Ich brauche ein bisschen mehr von dir, Harry!‚“

Laut Linecker ist Kane taktisch eine Schwachstelle. Das Spiel der Three Lions dadurch zu passiv. Lineker: „Wenn man Druck machen will, muss das zuerst vom Mittelstürmer kommen. Harry macht aber kein Pressing. Er hat sich kaum bewegt. Dann steht die Mannschaft tiefer und selbst wenn man den Ball bekommt, kann man nicht treffen. Ich verstehe das einfach nicht.

Das sah offenbar auch Southgate so, der den schnelleren Ollie Watkins für Kane einwechselte und erklärte: „Wir hätten dabei bleiben können, aber wir dachten, dass es wichtig ist, in diesem Moment Tempo in die vorderste Reihe zu bringen, um Energie zu bekommen und um Druck machen zu können.“

Allerdings wurde das englische Spiel auch nach Harrys Auswechslung nicht besser, eher im Gegenteil. Der Toptorjäger des deutschen Rekordmeisters selbst zur Situation: „Ich glaube, wir haben sowohl mit als auch ohne Ball Probleme.“ Er beruhigt aber auch: „Es gibt keinen Grund, panisch zu werden.


Titelbild: Harry – beim FCB fast eine ganze Saison lang Toptorjäger, ist bei den Three Lions aktuell etwas ratlos. Das Bild zeigt ihn bei seiner verletzungsbedingten Auswechslung in Darmstadt mit skeptischem Blick.


Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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