„Fitness-Papst“ beim FCB nach Verletzungs-Desaster vor dem Aus: Der wehrt sich nun!

Bei der Analyse der titellos beendeten Saison 2023/24 wurde beim FC Bayern natürlich auch die Fitness der Spieler diskutiert, dies bereits lange vor dem letzten Spieltag. Es kamen starke Zweifel an der optimalen körperlichen Verfassung der Mannschaft auf. Im Mittelpunkt der Kritik steht Professor Dr. Holger Broich, der beim Rekordmeister als wissenschaftlicher Leiter und Leiter Fitness geführt wird. Gesamtverantwortlich für den physischen Zustand der Spieler zeichnet jedoch grundsätzlich immer der jeweilige Cheftrainer, von dem der Kompetenzbereich des oder der Fitnessbeauftragten definiert wird.

Die Faktenlage ist klar: Wir haben in diesem Jahr keine gute Leistung gebracht und hatten zu viele Verletzte„, räumt der 49-jährige Broich im Gespräch mit dem kicker ein: „Aber sich jetzt einen Mann herauszupicken und auf ihn mit dem Finger zu zeigen, finde ich sehr enttäuschend.

Broich geht in die Offensive und kritisiert damit – zumindest indirekt – seinen Arbeitgeber an der Säbener Straße: „Wo ist die Frage nach der Verantwortlichkeit des gesamten Teams, der Trainer, der Ärzte, der Physios? Jetzt alles an meinem Namen festzumachen, finde ich sehr enttäuschend. Das ist üble Nachrede.

Aus dem Mannschaftskreis verlautet laut kicker, dass der FCB-Fitnessexperte sehr oft davor gewarnt hat, dass viele Verletzungen kommen würden, sollte das Training weiterhin derart dosiert ablaufen. Einige Spieler haben sogar eigenständig trainiert, um sich fit zu machen. „Wenn ich für die zahlreichen Verletzungen als einziger den Kopf hinhalten soll, ist das zu einfach und zu billig, wir sind ein Team„, so Broich.

Und legt nach: „Eine schlechte wie auch eine gute Saison liegt nicht allein an einer Person. Warum wird jetzt alles auf eine Person fokussiert? Warum wird nur eine Person kritisiert?“

Natürlich hat er mit diesen Behauptungen grundsätzlich recht. Dass er selbst damit – durchaus vereinsschädigend – an die Öffentlichkeit geht, deutet jedenfalls auch auf ein gestörtes Verhältnis zu den Entscheidungsträgern beim Rekordmeister hin. Eine Trennung erscheint mehr als wahrscheinlich, zumal auch Hansi Flick, mit dem er im Triple-Jahr äußerst erfolgreich an der Säbener Straße zusammengearbeitet hat, ganz offensichtlich aus Barcelona heftig um ihn wirbt.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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