Die Vertragsverhandlungen zwischen dem FC Bayern und Alphonso Davies, vertreten durch seinen Berater Nick Huoseh, ziehen sich insgesamt seit mehr als einem Jahr wie ein Kaugummi – und das letzte Wort ist trotz Angebot, Ultimatum und Machtwort im März immer noch nicht gesprochen. Das soll vor allem an Vincent Kompany liegen, wie die tz berichtet.
Laut dem Münchner Boulevardblatt ist der neue Trainer bekennender Fan von Davies und würde den Kanadier gerne über den Sommer hinaus behalten. Dass das allerdings nur möglich ist, wenn der ursprünglich bis 2025 laufende Vertrag verlängert wird, ist logisch. Bei rund 13 Millionen Euro plus maximal vier Millionen Bonuszahlungen soll das neue, verbesserte Angebot seitens des Rekordmeisters nun liegen.
Treibende Kraft hinter den Verhandlungen ist Max Eberl, der Kompany eine Wunsch-Elf bieten will. Der FCB-Sportvorstand setzt sich für einen Davies-Verbleib ein, in Kauf nehmend, dass das Bild, das dadurch nach außen dringt, medial erneut negativ ausgeschlachtet wird. Die tz will in diesem Kontext wissen, dass „auch in der Kabine die fehlende Stringenz der Bosse registriert wird.“
Allerdings soll „man auch in Reihen der Bosse nicht bereit ist, die finanziellen Grenzen auszuloten„. Nach tz-Informationen steht die Personalie Davies zwar erneut auf der Agenda, aber eben nicht um jeden Preis.
Vor allem Uli Hoeneß soll die Entwicklung von Davies in den letzten Monaten sehr kritisch gesehen haben. Über weite Strecken war nicht mehr viel von jenem jungen Mann zu erkennen, den die Bayern einst als fixe Zukunftssäule eingestuft haben. Immerhin traf er im Saisonendspurt noch zwei Mal, unter anderem gegen Real Madrid.
Tatsächlich ist es auch so, dass die Krise des 23-jährigen kanadischen Nationalspielers exakt mit der Hängepartie in Sachen Vertragsverlängerung gestartet ist. Vielleicht ist auch sein Kopf wieder freier, wenn alles geklärt ist? Kompany, und wohl auch Eberl vertreten offenbar diese Auffassung – können sie die anderen Bosse auch davon überzeugen? Und wenn man sich die verbesserten Konditionen des neuen Vertragsangebots genauer ansieht, bemerkt man schnell, dass es dabei wohl (fast) ausschließlich um mögliche Bonuszahlungen geht: Für Titel, Einsatzzeiten – an Motivation sollte es bei Phonzie dann folglich kaum fehlen.
