Wenn die zwei seit langer Zeit größten deutschen Fußball-Talente gemeinsam auf dem Rasen stehen, sind Vergleiche kaum zu vermeiden. Florian Wirtz und Jamal Musiala sind diese beiden Ausnahmetalente mit vielen Gemeinsamkeiten: Beide im offensiven Mittelfeld, technisch hochversiert und Leistungsträger ihrer Bundesliga-Spitzenvereine.
Nach dem Testspiel gegen die Ukraine (0:0) sprach Florian Wirtz in einem Interview mit Sky über das Verhältnis zu seinem DFB-Mittelfeld-Kollegen Jamal Musiala: “Wir verstehen uns sehr gut, auch außerhalb des Platzes”. Der Leverkusener betonte, dass die beiden Vergleichen aus dem Weg gehen wollen – gerade im Hinblick auf die bevorstehende Heim-EM: “Wir wollen am wenigsten miteinander verglichen werden, sondern wollen zusammen mit der Nationalmannschaft erfolgreich sein. Das ist das, worauf es ankommt.”
Für den Double-Sieger steht der Erfolg der Mannschaft auf alle Fälle an erster Stelle: “Wer am Ende mehr Tore schießt, ist mit persönlich egal, solange die Mannschaft erfolgreich ist”, so Wirtz. Während Musiala für den FC Bayern wettbewerbsübergreifend auf 20 Scorerpunkte in der vergangenen Saison kam (12 Tore / acht Assists), legte Wirtz für die Werkself sogar 20 Tore auf und erzielte weitere 18. In der Saison 2022/23 war Musiala mit insgesamt 32 Punkte (16/16) noch der Top-Scorer des deutschen Rekordmeisters gewesen, dies änderte sich etwas nach der Ankunft der Tormaschine Harry Kane.
Wirtz stellt bei Sky klar, dass diese Zahlen für ihn nebensächlich sind: “Es wäre auch nicht gesund für uns beide, wenn wir uns da irgendwie gegenseitig ausstechen wollen.” Die beiden würden schließlich dasselbe Ziel verfolgen und auch gegenseitig aufeinander angewiesen sein. Wichtig ist ihm die Stimmung auf dem Platz und der Spaß, den er mit dem Bayernspieler auf dem Platz haben kann: “Es macht einfach Spaß, mit ihm zusammenzuspielen.”
Das sind dann wohl auch beste Grundvoraussetzungen, möglicherweise ab 2025 gemeinsam für den FC Bayern die Fußballschuhe zu schnüren. Während Florian Wirtz in München auf seinen Kumpel Jamal stößt, müsste er sich in Madrid mit dem Egomanen und „Raffzahn“ Mbappé herumplagen …
