Wenig überraschend geht es auch bei der Verpflichtung von Vincent Kompany als Cheftrainer für die kommende Saison nicht völlig reibungslos für den FC Bayern ab. Nun scheint aber nicht – wie von einigen Medien ursprünglich berichtet – der FCB-Aufsichtsrat das Problem zu sein, sondern – natürlich – die auszuhandelnde Ablösesumme für den 38-Jährigen, der in Burnley noch einen Kontrakt bis 2028 besitzt.
Coach und FCB sind sich längst angeblich über einen 3-Jahres-Vertrag – einig, aber nun kommt diese spezielle Übung mit einem englischen Profiverein. Die Bayern machten schon im vergangenen Sommer mit Tottenham bei der Verpflichtung von Harry Kane leidvolle Erfahrungen.
Anders als 2023 sitzen jedoch die Verantwortlichen von Burnley sogar dieses Mal am wesentlich längeren Hebel, wissen sie doch bestens Bescheid um die Notsituation an der Säbener Straße.
Laut Sky, das übrigens auch die grundsätzliche Zustimmung des Aufsichtsrats zur Verpflichtung von Kompany bestätigt, ruft der FC Burnley für den Belgier offenbar 20 Millionen Euro auf. Die Bayern-Verantwortlichen sollen diese Forderung bisher nicht erfüllen wollen, selbst 10 Millionen angeboten haben. Laut dem Bericht laufen die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen.
Ebenfalls laut Sky-Informationen soll Kompany auf grünes Licht der Burnley-Bosse für den Wechsel warten, sich aber (noch) nicht in München befinden.
Dazu hatte der belgische Transfer-Experte Sacha Tavolieri zuvor berichtet, dass Kompany sich bereits in der bayerischen Landeshauptstadt aufhält, um sich dort zusammen mit seinem Trainerteam persönlich beim Bayern-Aufsichtsrat vorzustellen.
Der Aufsichtsrat würde folglich doch auch wieder kräftig mitmischen. Gab es jemals beim deutschen Rekordmeister eine Trainerverpflichtung, bei welcher dieser sich zusammen mit seinem Team bei diesem Kontrollgremium vorzustellen hatte?
Thema Ablösesummen für (Chef-)Trainer:
Erstaunlich, dass darum immer noch so viel Gezeter gemacht wird. Bei den Spielern werden mittlerweile Mondsummen verlangt und auch gezahlt. Der Coach ist jedoch der wichtigste Mann des Teams – für 20 Millionen Euro bekommt man im internationalen Profifußball gerade einmal einen Mittelklassespieler, und für einen Cheftrainer ist man nicht bereit, nur ansatzweise so viel zu bezahlen?
Trotzdem ist die Tendenz in dieser Angelegenheit, dass Kompany zu Beginn der nächsten Saison das Zepter an der Säbener Straße schwingt. Jede weitere Verzögerung wäre eine Katastrophe für den Verein und würde wahrscheinlich aus vielerlei Gründen noch wesentlich kostspieliger werden.
