Nach der Absage des ursprünglichen Wunschkandidaten Xabi Alonso haben sich die Verantwortlichen des FC Bayern intensiv um Julian Nagelsmann bemüht. Trotz fortgeschrittener Gespräche mit dem 36-Jährigen entschied sich dieser am Ende für eine Verlängerung beim DFB und gegen ein Comeback beim deutschen Rekordmeister. DFB-Sportdirektor Rudi Völler verriet nun dem Kölner Stadt-Anzeiger dazu ein paar Einzelheiten.
Mitte April hat der Deutsche Fußball-Bund die Vertragsverlängerung von Julian Nagelsmann bekannt gegeben. Der Bundestrainer hat einen neuen Vertrag bis zur WM 2026 erhalten.
Neben dem DFB buhlte auch der FC Bayern intensiv um Nagelsmann und wollte diesen als Tuchel-Nachfolger an die Säbener Straße zurückholen. Der 36-Jährige entschied sich nach längerem Überlegen jedoch gegen ein FCB-Comeback und für einen Verbleib beim DFB.
Eigenen Aussagen zufolge ist die Verlängerung beim Verband eine “Entscheidung des Herzens” gewesen. Wie DFB-Sportdirektor Rudi Völler jetzt verraten hat, war es lange Zeit unklar, ob sich Nagelsmann für Bayern oder den DFB entscheiden wird: “Ich habe es schon auch manchmal für möglich gehalten, dass er schwach werden könnte”, verriet dieser dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Laut dem 64-Jährigen haben sich die Bayern und der DFB ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert: “Vor vier, fünf Wochen standen die Chancen 50/50, ob er bleibt”. Zudem hatte Nagelsmann weitere Angebote von anderen Top-Klubs: “Es waren ja nicht nur die Bayern an ihm interessiert”, so Völler.
Die Hartnäckigkeit von Völler hat sich am Ende jedoch ausgezahlt: “Ich bin immer drangeblieben, wollte ihn aber auch nicht nerven”. Der erfahrene Fußball-Funktionär ist absolut überzeugt davon, dass Nagelsmann der richtige Bundestrainer für die DFB-Elf ist: “Er ist nicht nur ein hervorragender Trainer, er ist auch sehr detailliert in seinen Gedanken, wie er unsere Mannschaft verbessern will. Die Konstellation passt einfach.”
Während Völler ganz offensichtlich wie ein Löwe um Nagelsmann kämpfte, verhinderte wohl sein früherer Nationalmannschaftskollege Kalle Rummenigge dessen Comeback beim Rekordmeister an der Säbener Straße – und machte damit dem FCB-Sportvorstand Max Eberl nicht nur einen Strich durch die Rechnung, sondern die Trainersuche zur Hölle.
