Obwohl der FC Bayern und Bundestrainer Julian Nagelsmann offenbar noch gestern auf eine Zusammenarbeit zugesteuert waren, verlängerte der 36-Jährige überraschend heute beim DFB bis 2026. Dies lag angeblich vor allem an einer Person beim Rekordmeister.
Die Gespräche zwischen den FCB-Verantwortlichen und der Nagelsmann-Seite befanden sich in der heißen Phase. Sky-Reporter Kerry Hau berichtet dazu, dass sich der Sportvorstand Max Eberl und der Sportdirektor Christoph Freund sehr für eine Verpflichtung des 36-Jährigen eingesetzt hatten. Angeblich stand man gestern Vormittag sogar ganz kurz vor einer finalen Einigung. Der Deal drohte nur noch dann zu platzen, wenn der Aufsichtsrat des FC Bayern nicht abnickt.
Doch eine gewichtige kritische Stimme dieses Gremiums setzte sich letztendlich durch. Der frühere FCB-CEO Kalle Rummenigge soll sich klar positioniert und gegen Nagelsmann ausgesprochen haben. Diese medial durchgesickerten Uneinigkeiten gaben Nagelsmann angeblich kein gutes Gefühl mehr. Zudem hätte er parallel zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft am Kader-Umbruch der Münchner mitwirken müssen. Eine solch große Herausforderung kann nur dann klappen, wenn alle Seiten an einem Strang ziehen.
So trieb Nagelsmann stattdessen die Gespräche mit dem DFB voran. Vor allem die sehr gute Zusammenarbeit mit Rudi Völler, dem Direktor der Nationalmannschaft und ausgerechnet auch noch früherem Nationalmannschaftskollegen von Rummenigge, hat ihm dort ein gutes Gefühl gegeben. „Das ist eine Entscheidung des Herzens“, sagte Nagelsmann letztendlich nach seiner offiziell gewordenen Vertragsverlängerung bis 2026.
Von Völler gab es großes Lob: „Er ist ein herausragender Trainer, ein Taktikfuchs, der nicht nur großen Fußballsachverstand mitbringt, sondern mit seiner Leidenschaft jeden Spieler anstecken und mitreißen kann.“ Dieser Mix aus großer Anerkennung auf der einen und gewaltiger Skepsis auf der anderen Seite hat elementar zur Entscheidungsfindung beigetragen.

4 Kommentare zu „Hammer: Nagelsmann vor DFB-Vertragsverlängerung quasi schon mit dem FCB einig – einer schoss quer!“