Im CL-Viertelfinal-Hinspiel vor einer Woche beim FC Arsenal musste der FC Bayern auf seine stimmgewaltigen Auswärts-Fans verzichten. Als Folge richtete gestern Abend beim 1:0-Heimsieg gegen die Gunners die Münchner Südkurve deutliche Worte an die UEFA – und zündelte erneut. In zahlreichen Beiträgen wird bereits über erneute UEFA-Strafen und -Sperren spekuliert. FCB-Präsident Herbert Hainer hätte für so einen Vorehen des Europäischen Fußballverbands überhaupt kein Verständnis.
Kurz vor Anpfiff des gestrigen Rückspiels gegen Arsenal wurden im gesamten Fanblock des FC Bayern zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet. Zudem wurde quer über die Südkurve ein deutlich lesbares Banner entrollt – mit einer eindeutigen Botschaft an die UEFA: „We don´t like you either. Exclude UEFA! Get out of our stadium!“ – „Wir mögen euch auch nicht. UEFA ausschließen! Raus aus unserem Stadion!“

Damit protestierten die FCB-Anhänger gegen ihren Ausschluss beim Hinspiel am Dienstag vergangener Woche in London. Im Herbst 2023 hatte die UEFA den deutschen Rekordmeister wegen des Einsatzes von Pyrotechnik und des Werfens von Gegenständen bei Spielen in der Königsklasse zu einer Geldbuße in Höhe von 40.000 Euro verurteilt und zudem eine Bewährungsstrafe für den Ausschluss von Fans bei „einer weiteren Zuwiderhandlung“ ausgesprochen.
Nachdem einige Bayern-Fans auch im Achtelfinale-Hinspiel bei Lazio Rom Gegenstände auf das Spielfeld geworden hatten, griff die Strafe weswegen der FCB im darauffolgenden Auswärtsspiel in der Champions League auf seine Fans verzichten musste – dies war die Partie in London.
Der FC Bayern in Persona seines Präsidenten hofft nach der erneuten Pyro-Show der eigenen Fans, um eine weitere Sperre herumzukommen: „Wenn die UEFA fußballbegeistert ist, wovon ich ausgehe, dann wird sie das durchgehen lassen„, so Herbert Hainer gestern Abend nach dem Spiel.
Durch den Erfolg gegen Arsenal steht der FC Bayern zum fünften Mal in den vergangenen zehn Jahren im Halbfinale der Champions League. Dort wird die Elf von Trainer Thomas Tuchel auf Real Madrid treffen. Das Hinspiel findet am 30. April in München statt, am 8. Mai das Rückspiel in Madrid.
Es bleibt spannend, ob die UEFA auch dieses Mal wieder Pläne hat, ihren Lieblingsverein – auch UEFA Madrid genannt – in irgendeiner Form zu bevorteilen. Meist passiert dies durch entsprechend gebriefte sog. Unparteiische. Wenn dagegen gewaltbereite spanische Ordnungskräfte respektive Schlägertrupps der Guardia Civil einen ganz Bayernblock – wie 2017 im Bernabeú geschehen – wahllos verprügelt, schaut die UEFA geflissentlich weg.





Ein Kommentar zu “Bayernfans: Dieses Mal Pyro-Protest gegen die UEFA – der Präsident ist auf ihrer Seite”