Während sein Vorgänger Hasan Salihamidzic Alexander Nübel 2020 mit vermeintlich unseriösen Versprechungen aus Gelsenkirchen an die Säbener Straße gelockt hat – es wurde immer wieder über nicht einzuhaltende Spielgarantien gemunkelt – handelt der neue FCB-Sportvorstand Max Eberl offensichtlich wesentlich durchdachter und strategischer, kurz: professioneller. So wurde Nübel in der letzten Woche langfristig per neuem Vertrag an den Rekordmeister gebunden. Dieser enthält zwei bisher nicht bekannte intelligente Klauseln.
Nübel wird als der designierte Nachfolger von Manuel Neuer beim FC Bayern gehandelt, weshalb er mit einem neuen langfristigen Vertrag ausgestattet wurde. Die bislang kommunizierten Rahmendaten lauteten: Vertrag bis 2029, für die nächsten zwei Spielzeiten wird Nübel weiterhin an den VfB Stuttgart verliehen.
Nun berichtet Sky von weiteren interessanten Details: Das unspektakulärste ist sicherlich die jährliche Leihgebühr in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionenbetrages, welche die Schwaben zahlen müssen.
Außerdem kann der FC Bayern laut Sky den Torwart bereits im Sommer 2025 zurück nach München holen. Zu diesem Zeitpunkt läuft der aktuell gültige Vertrag von Bayern-Kapitän Neuer aus. Sollte sich der Nationaltorwart dann für ein Karriereende entscheiden (müssen), könnte der deutsche Rekordmeister Nübel sofort als Nachfolger installieren. Hierfür wäre keine finanzielle Entschädigung Richtung Stuttgart fällig. Die Bayern müssten lediglich eine Frist einhalten, um diese Klausel ziehen zu können.
Außerdem: Sollte Nübel erst 2026 zurück nach München kommen, würde sich sein Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr bis Sommer 2030 verlängern. Sollte er dann tatsächlich und endlich – nach sechs Jahren Ausharren – der Neuer-Nachfolger werden, hätten sich die Bayern ihre neue Nummer 1 für die nächsten vier Spielzeiten gesichert.
Die Raffinesse des ausgetüftelten Vertrags beinhaltet eindeutig eine neue Handschrift, mit vielen Gewinnern: Beim FCB könnte das Langlangzeitprojekt Nübel tatsächlich noch funktionieren. Der VfB hat über einen längeren Zeitpunkt einen erstklassigen Keeper, den er sich eigentlich finanziell gar nicht leisten könnte und der Spieler selbst kann die beste(n) Option(en) für seine Zukunft wählen. Hört sich nach win-win-win an ….
