Am Montagnachmittag vor dem Abflug zum FCB-CL-Spiel in London verblüffte der Bayern-Sportvorstand Max Eberl die ihn einkreisenden Journalisten mit einer Aussage zu Julian Nagelsmann. Angesprochen auf die Vertragsverlängerung von Rudi Völler als DFB-Sportdirektor ging Eberl scheinbar davon aus, dass Völler nun auch schnell mit dem Bundestrainer eine Verlängerung erreichen wird. Dass der 50-Jährige dies ganz offensichtlich mit einem großen Augenzwinkern zum Besten gab, wurde medial angesichts der brisanten Meldung komplett ignoriert.
Eberls Aussagen wurden daraufhin medial so interpretiert, dass Nagelsmann tatsächlich demnächst seinen Verbleib bei der Nationalmannschaft verkünden könnte. Damit würde er beim Rekordmeister keine Rolle mehr bei der Nachfolgersuche für Thomas Tuchel spielen.
Anscheinend ist dem aber keineswegs so. Laut Informationen der SportBILD bleibt Nagelsmann der Top-Kandidat auf den Bayern-Trainerposten. Speziell Eberl soll ein großer Befürworter dieser Rückkehr sein. Eine finale Entscheidung soll zwar noch nicht getroffen sein, doch wird dieses Szenario intern an der Säbener Straße bereits intensiv diskutiert.
Eine Frage, die in diesem Kontext zwangsläufig auftaucht: Wie würde die Kaderplanung verlaufen, während Nagelsmann mit dem DFB-Team bei der Europameisterschaft ist? Laut dem Boulevardblatt würden Pläne und Rahmenbedingungen schon vor dem Turnier abgeklärt werden, sodass Eberl mit Christoph Freund diese Pläne dann umsetzen können, während sich der Coach voll und ganz auf die EM fokussieren kann.
