Im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League zwischen dem FC Arsenal und dem FC Bayern kam es im Emirates Stadion zu hässlichen Szenen. Im Netz kursieren mehrere Videos, wie Bayern-Fans von den offensichtlich gewalttätigen Anhängern der Gunners gejagt und teilweise geschlagen wurden. Nach aktuellen Meldungen hat der FC Arsenal nun Untersuchungen eingeleitet. Jedoch kann man ob der eingeschlagenen Richtung dieser nur extrem verwundert sein.
Die Anhänger des deutschen Rekordmeisters hatten beim Auswärtsspiel in London aufgrund von Pyro-Vergehen beim CL-Achtelfinal-Spiel in Rom Stadionverbot. So konnte der FC Bayern selbst für das Gastspiel bei Arsenal keine Tickets verkaufen. Es gab keinen Auswärtsfanblock.
Dennoch haben sich nach Angaben von Sky ungefähr 250 FCB-Fans auf den Weg nach London gemacht, um den deutschen Rekordmeister vor Ort zu unterstützen. Die Tickets waren auf dem sog. Zweitmarkt besorgt worden.
Auf X (ehemals Twitter) haben sich zahlreiche Arsenal-Fans über die gegnerische Fans im Emirates Stadion beschwert: “Wirklich ärgerlich, neben einer Menge Bayern-Fans auf der Osttribüne zu sitzen. Das hat die Atmosphäre verschlechtert und die Fans von ihrer eigentlichen Aufgabe abgelenkt”, lautete ein Kommentar.
Wie The Sun nun berichtet, beschäftigt sich der FC Arsenal mittlerweile sehr intensiv mit den Geschehnissen im Stadion. Es geht aber ganz offensichtlich dabei keineswegs um die malträtierten Bayernfans. Der Premier League Club soll sich dabei konzentrieren, wie so viele Bayern-Fans ins Stadion kommen konnten. Demnach möchte der Verein allen eigenen Fans ein lebenslanges Stadionverbot erteilen, die ihre Tickets an die Münchner Gästefans verkauft haben.
Auf dem Ticket-Zweitmarkt und in den sozialen Medien wurden vor dem Spiel zahlreiche Eintrittskarten zu sehr hohen Preisen zum Kauf angeboten. Diese lagen zwischen 300-400 Euro.
Auch die UEFA selbst hat sich bisher nicht zu den Attacken auf die Bayern-Fans geäußert. Selbstverständlich – ist man geneigt, dazu zu sagen.
Aktuell weiß man nicht, über welche der Seiten in dieser Angelegenheit man am heftigsten den Kopf schütteln soll.
PS: Man kann nur anhand dieser zahlreichen Vorkommnisse – inklusive des „SR-Skandals“ um den nicht gegebenen Handelfmeter hoffen, dass die Bayern am nächsten Mittwoch die Londoner auf dem Münchner Rasen verprügeln werden – ergebnistechnisch natürlich – und sie mit ihrem Anhang wie begossene Pudel auf die Insel zurückschicken werden.
Titelbild: SK-Choreo vor dem CL-Spiel gegen den FC Kopenhagen. Wembley und London bleiben das große Ziel des FCB und seiner Fans in dieser Saison. Hoffentlich können am 1. Juni Zehntausende Bayernfans die englische Hauptstadt überfluten … Wäre eine ganz spezielle Revanche.
