Max Eberl zur FCB-Kaderplanung für die nächste Saison

Max Eberl agiert offiziell seit Monatsbeginn als Sportvorstand des FC Bayern, möglicherweise inoffiziell schon etwas länger. Der neue starke Mann an der Säbener Straße muss zeitnah die Trainerfrage für die kommende Saison klären und auch die Kaderplanung stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar. Denn aus Seriositätsgründen wird man beim Rekordmeister auch im kommenden Transferfenster kostspielige Verpflichtungen durch entsprechende Spielerverkäufe zumindest zum Teil gegenfinanzieren. Dazu äußerte sich der 50-Jährige gegenüber der SportBILD.

„Wir sind nicht im Schlaraffenland, wir können uns die Welt nicht malen, wie sie uns gefällt: Mögliche Transfers beinhalten ja Verkäufe, um die finanziellen Möglichkeiten zu haben, etwas zu tun„. Im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz war das Transfer-Minus des FCB in den vergangenen Jahren zumeist auf einem überschaubarem Niveau, im letzten Sommer erwirtschaftete man – wenn auch eher ungeplant und nicht gewollt – sogar ein Plus. Eberl will weiterhin derartig verfahren. „Wir müssen uns der Realität stellen. Welche finanziellen Möglichkeiten haben wir, um auf wie vielen Positionen unsere Wünsche zu realisieren?“ Dabei sind ganz sicher auch die Wünsche des künftigen Trainers zu beachten.

Dabei agiert der Klub nach wie vor aus einer Position der Stärke und absoluter finanzieller Gesundheit. Sie ist beim Rekordmeister seit jeher ein hohes Gut, das es zu schützen gilt – das legendäre seit Uli-Hoeneß-Zeiten prall gefüllte Festgeldkonto soll weiterhin nicht radikal geplündert werden. Auch Eberl will deshalb mit Augenmaß agieren: „Ich weiß, dass wir im Sommer Möglichkeiten haben. Aber diese sind nicht grenzenlos. Transfers wie den von Harry Kane können und wollen wir nicht jeden Sommer machen„. Sein Wunsch sei es, 14, 15 Top-Spieler im Kader zu haben, die von Talenten wie derzeit Aleksandar Pavlovic ergänzt werden sollen.

Kandidaten, die den Klub verlassen könnten, gibt es bekanntermaßen ebenfalls. Hinsichtlich hoher Einnahmen geht der Blick vor allem auf die Profis, deren Verträge 2025 auslaufen. „Kein Verein – das gilt auch für Bayern München – möchte Spieler ablösefrei verlieren, wenn man sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen kann. Wenn Spieler nicht mehr hier sein wollen, muss man Entscheidungen treffen„, sagt Eberl nicht zuletzt auf die Hängepartie mit Alphonso Davies ansprechend. Das große Ziel: „Wir wollen Spieler haben, die für Bayern München stehen, die Lust haben, sich mit dem Verein identifizieren.“

Hört sich alles sehr vernünftig, aber gleichzeitig auch wohltuend nach Mia san mia an.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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