Die Fußballsaison 2023/24 nähert sich der entscheidenden Phase – und genau rechtzeitig kommt der 21-jährige deutsche Nationalspieler Jamal Musiala in Höchstform. Nicht selten nimmt er es bei seinen Sololäufen mit vier, fünf, sechs Gegenspielern auf, bittet sie zum Tänzchen, aber stoppen kann ihn keiner von ihnen – wie gestern beim zwischenzeitlichen 3:1 in Darmstadt.
Während ihn sein Kapitän beim FC Bayern Manuel Neuer ebenso schlicht wie treffend als „Unterschiedsspieler“ bezeichnet, beschreibt Sportdirektor Christoph Freund die aktuelle Performance von Musiala mit „Er ist gerade richtig gut drauf und es macht großen Spaß, ihm zuzuschauen. Er sprüht vor Spielfreude, macht Tore und liefert Assists. Er macht unglaubliche Dinge auf dem Platz und ist ein außergewöhnlicher Spieler.”
Weniger Spaß bei Jamals Tanzeinlagen haben die gegnerischen Teams. So Darmstadt-Coach Torsten Lieberknecht auf der PK nach dem gestrigen Spiel: „Wenn man nicht als gegnerische Mannschaft beteiligt ist, ist es ein Hochgenuss, dem Jungen zuzuschauen. Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass wir so einen Spieler haben.“
Jamal erinnert mit seinen eleganten Bewegungen an den jungen Franz Beckenbauer, der in jungen Jahren als torgefährlicher Mittelfeldspieler seine Gegenspieler häufig als Slalomstangen benutzte, ebenso wie Ende der 1970er Jahre in New York bei Cosmos an der Seite von Pele.
Offensiv kommen die Bayern gerade wieder ins Rollen, stabilisiert (und konzentriert) sich auch die Defensive bei den ganz wichtigen Aufgaben, ist auch in der Champions League zum Abschluss dieser verrückten Saison alles drin – umso mehr, wenn Jamal weiterhin mit überragenden Solo-Tanzeinlagen glänzt.
Und beim kicker sollte er in der Sommer-Rangliste zwei Kategorien nach oben springen!
