Nach seiner bereits zweiten langen Verletzungspause in dieser Saison meldete sich Serge Gnabry beim FCB-Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 mit einem spektakulären Hacken-Tor eindrucksvoll zurück. Zuvor fiel er wegen einer schweren Muskelverletzung ein Vierteljahr aus und konnte bislang in dieser Spielzeit lediglich bei sechs von 25 Erstliga-Partien mitmischen und kam dabei gerade einmal auf 256 Spielminuten. Trotzdem soll der deutsche Nationalspieler laut BILD bei den FCB-Bossen unter Beobachtung stehen. Sogar ein Preis soll von diesen festgelegt worden sein, zu dem ein Gnabry-Abgang im Sommer möglich wäre.
Dass Gnabry in den nächsten gut zwei Monaten um einen Platz im deutschen EM-Kader kämpfen muss, erscheint nach seiner bisherigen Seuchensaison nachvollziehbar. Warum der 28-Jährige jedoch in dieser Zeit, wie die BILD berichtet, auch um seine Bayern-Zukunft spielen und bangen muss, erschließt sich dem Fußballfan mit entsprechendem Sachverstand weniger. Laut Boulevard soll er einer von mehreren Bayern-Spielern sein, deren Leistungen von den Vereinsverantwortlichen genau beobachtet werden.
Und dann wird nur noch wild spekuliert: Transfermarkt.de gibt Gnabrys aktuellen Marktwert mit 45 Millionen Euro an. Genau das soll die Summe sein, bei dem – Stand heute – die Bayern den CL-Sieger von 2020 im Sommer angeblich ziehen lassen würden. Gnabry müsse jetzt beweisen, dass er es verdient hat, beim FC Bayern zu bleiben. Allerdings hat der deutsche Nationalspieler an der Säbener Straße noch einen Vertrag bis 2026. Pro Jahr soll er rund 19 Millionen Euro beim deutschen Rekordmeister verdienen.
Die Medien spekulieren derzeit – wie dies auch vor einem Jahr der Fall war, dass der Kader des FCB vor einem größeren Umbruch stehen könnte. Die sportliche Führung unter dem neuen Sportvorstand Max Eberl soll mehrere Spieler sehr genau beobachten und angeblich nicht vor einem größeren Umbau des Kaders im Sommer zurückschrecken. Zunächst muss aber ein Nachfolger für den nach der Saison scheidenden Trainer Thomas Tuchel gefunden werden.
Dieses Gnabry-Spielchen wird bis zum Saisonfinale medial wahrscheinlich fast mit jedem FCB-Kicker getrieben werden, der zwischenzeitlich länger verletzt oder außer Form war.
Was aber passiert, wenn Tuchels Mannen – zumal bald fast komplett – in dieser Saison zum Ende die Kurve kratzen, groß aufspielen, in der Bundesliga die restlichen neun Spiele sowie die Champions League gewinnen? Die Saison ist derart verrückt, dass nicht einmal das ausgeschlossen werden kann!
Titelbild: Serge beim Aufbautraining an der Säbener Straße. Die monatelange Plackerei hat sich gelohnt – vielleicht kommt jetzt noch die ganz große Krönung?!
