Die Unzufriedenheit beim FC Bayern war vor knapp zehn Tagen nach dem 2:2 in Freiburg riesengroß. Dabei hatte FCB-Trainer Thomas Tuchel nach einer misslungenen ersten Halbzeit in der Halbzeitpause einen guten Spielplan ausgetüftelt: Im Mittelpunkt Leon Goretzka, der sich seitdem als eine Art Quarterback am Spielaufbau des Rekordmeisters beteiligt. Der deutsche Nationalspieler lässt sich nun in vielen Momenten in die Abwehrkette fallen und bietet sich somit als weitere Anspielstation an. „Es hat sich ein bisschen im Spiel in Freiburg entwickelt. Mehr aus dem Affekt, weil wir da eine Lösung gesucht haben und es gut geklappt hat„, erklärte der 29-Jährige im Gespräch mit Sport1.
Offensichtlich hindert ihn diese neue grundsätzlich eher defensivere Rolle aber nicht daran, weiterhin nach vorne zu marschieren. Am Samstag im Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 (8:1) standen am Ende vier Scorerpunkte in Form von je zwei Treffern und Assists auf seiner Habenseite. Dazu Goretzka: „Dass ich jetzt auch Tore mache, ist eher ungewöhnlich, weil ich auf der defensiven Position eher andere Aufgaben habe. Aber es war natürlich superschön für mich, dass ich mich in die Scorerliste eintragen konnte„.
Als Normalfall sollte diese Performance – zumindest im letzten Drittel des Spielfeldes – allerdings nicht angesehen werden. „Auf der Position liegen meine Aufgaben eigentlich woanders„, so der 29-Jährige. Gleichzeitig ist es äußerst erfreulich, dass er sich pünktlich zum Saison-Endspurt nach einer insgesamt sehr wechselhaft verlaufenden Saison seiner Topform immer mehr annähert. Es gilt nun, diese hervorragende Verfassung auch in die anstehenden Herausforderungen in der Champions League und der Europameisterschaft in Deutschland zu transportieren.

Leon der Libero 😃👍👏👏