Tuchel zu den aktuellen „FCB-Problemkindern“: Die Flügelspieler

Als Arjen Robben kurz vor dem Deadline Day im August 2009 von Real Madrid zum FC Bayern kam, bildete er sehr schnell zusammen mit Franck Ribéry die legendäre Flügelzange Robbery. Die beiden waren in der Offensive das prägende Element des FCB und obwohl sie immer verletzungsanfällig waren, verließ sich der Rekordmeister bis 2015 auf diesen Positionen ausschließlich auf Rib&Rob. Als die zwei FCB-Legenden die Dreißig überschritten hatten, entschloss man sich an der Säbener Straße, sie durch neue junge Spieler zu ergänzen und unterstützen. So gehört Kingsley Coman bereits seit 2015 zum Bayernkader.

Robben und Ribéry haben nach der Saison 2018/19 ihre aktiven Karrieren beendet bzw. den FCB verlassen (müssen), das System ist jedoch geblieben. Leider hat der Rekordmeister jedoch auf diesen wichtigen Positionen in der aktuellen Spielzeit ein extremes Verletzungspech, sicherlich auch ein triftiger Grund für so manch spielerisches Leistungstief (der gesamten Mannschaft).

Auf der Spieltags-PK vor dem morgigen BL-Heimspiel gegen Mainz 05 gab Chefcoach Thomas Tuchel einen Einblick, wie es beim Personal auf den offensiven Außenpositionen aussieht.

Serge Gnabry: „Serge war vor allem am Ende der letzten Saison extrem wichtig, auch zu Beginn dieser Saison war er sehr stark und ein wichtiger Faktor. Es macht keinen Sinn, ihn unter Druck zu setzen, weil es nach seinen zwei langen Verletzungspausen seine Zeit braucht. Wir haben ihn jetzt spielen lassen, damit er es als Belohnung und Anreiz bekommt, dass sich die Plagerei lohnt. Ich hoffe, dass wir ihm weiter Minuten geben können und dass er auch wieder entscheidend werden kann für uns.„

Zuletzt wurde in Fankreisen viel über den Winter-Neuzugang Bryan Zaragoza diskutiert und Tuchel in diesem Kontext kritisiert, weil der junge Spanier derzeit überhaupt keine Einsatzzeiten bekommt. Der Bayerncoach mit neuen Erklärungen zur Situation:

„Bryan fehlt ein bisschen die Sprache, das ist ein elementarer Faktor. Es war klar, dass der Schritt sehr groß ist. Wir sehen seine Qualität, merken aber auch, dass die Integration noch nicht abgeschlossen ist. Er bekommt Zeit.“

Kingsley Coman: „Kingsley erwarten wir nach der Länderspielpause zurück, wenn alles gut läuft. Serge Gnabry und Kingsley sind Schlüsselspieler, die uns auch in der Konkurrenzsituation fehlen.“

Den schmerzgeplagten Leroy Sané:

„Ich gehe davon aus, dass er einsatzfähig ist. Wir haben aktuell nicht die Möglichkeit zu warten, bis die Ampel komplett auf grün ist. Er hat eine hohe Schmerzverträglichkeit. Das zeichnet ihn aus. Ich gehe davon aus, dass er morgen starten kann.„

PS: Der Bayerncoach hat sich tatsächlich bei seiner Kabinenansprache vor dem Lazio-Spiel den großen Zeh gebrochen. Passt irgendwie zu seinen Flügelspielern …

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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