Auf die längerfristigen Ausfälle von Kingsley Coman und Serge Gnabry reagierte der FC Bayern in der Wintertransferperiode mit der vorgezogenen Verpflichtung des spanischen Nationalspielers Bryan Zaragoza vom FC Granada. Eigentlich sollte der 22-jährige Flügelspieler erst zur neuen Saison kommen. Bislang zahlt sich der Deal aber nicht aus. Für Zaragoza stehen erst 30 Minuten (in Bochum) an Einsatzzeit über den Verlauf von fünf Partien zu Buche. Eine Partie verpasste er krankheitsbedingt, ansonsten saß er dreimal über die vollen 90 Minuten lediglich auf der Bank.
Unter Thomas Tuchel hat er also bislang noch gar keine Rolle gespielt, obwohl er in vermeintlich höchster Not verpflichtet wurde. Nach dem 2:2 in Freiburg bekam der Bayerntrainer deswegen von den Bayernfans so etwas wie einen Shitstorm, weil er für Jamal Musiala mit Dayot Upamecano einen Defensivmann eingewechselt hat und Zaragoza erneut auf der Bank hat schmoren lassen.
Nun brachte FCB-Sportdirektor Christoph Freund bei Sky dazu Licht ins Dunkel. Zur Situation von Zaragoza:
„Er hatte einen bitteren Start, war direkt zu Beginn über eine Woche mit einer Grippe krank, das hat ihn zurückgeworfen„. Er habe nun wieder mit der Mannschaft trainieren und Fortschritte machen können, „aber er braucht noch ein bisschen„.
Hätten Tuchel oder auch der Verein dies früher kommuniziert, hätte es auf Fanseite sicherlich einiges weniger an Frust und Ärger gegeben.
Frust ist dennoch angesagt. Denn für die Flügelpositionen sind in Freiburg sämtliche vier Spieler ausgefallen. Gnabry und Coman noch im Aufbautraining, Sané kurzfristig (und hoffentlich nicht langzeitig) ausgefallen, Zaragoza auch noch nicht fit. Tuchel ist wahrlich nicht zu beneiden!
