Die sportliche Zukunft von Joshua Kimmich beim FC Bayern scheint aktuell tatsächlich ungewiss. Der Vertrag des 29-jährigen Nationalspielers läuft nur noch bis 2025. Dass es bisher noch keine konkreten Vertragsverhandlungen gab, kann man durchaus so deuten, dass beide Seiten unsicher sind. Neu-Sportvorstand Max Eberl hat nun angekündigt, dass er sich in die Causa Kimmich einschalten wird.
Joshua Kimmich hat keinen einfachen Stand beim FC Bayern. Während es seit langer Zeit Kritik von Fans, Medien und sog. Experten hagelt, muss der DFB-Nationalspieler aktuell auf der von ihm ungeliebten Rechtsverteidiger-Position beim FCB aushelfen. Kimmich hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass er sich selbst nicht als Außenverteidiger sieht. Trotzdem wird dies bis zur EURO im eigenen Land auch seine Rolle in der Nationalmannschaft sein.
So hat Kimmich laut Eberl derzeit auch keine andere Wahl: “Es geht darum, dass wir Spiele gewinnen und da muss jeder Spieler sein eigenes hinten anstellen. Momentan brauchen wir ihn einfach auf der Rechtsverteidiger-Position“.
Eberl zur sportliche Zukunft von Kimmich an der Säbener Straße: “Christoph Freund hat schon einige Gespräche mit ihm geführt. Auch ich werde mich mit ihm hinsetzen und mit ihm reden.”
Aus Sicht von Eberl gibt es jedoch einen Knackpunkt im Hinblick auf eine mögliche Kimmich-Verlängerung: “Natürlich wird die Frage kommen: ‚Wer ist denn eigentlich Trainer in der neuen Saison?‘ Das ist das Thema, das wir im besten Fall als Erstes lösen.”
FC Bayern Total: Tatsächlich könnte auch eine Trennung vom FC Bayern und Joshua Kimmich im Sommer eine vernünftige Lösung für beide Seiten sein. Kimmich spielt nun die neunte Saison für den Rekordmeister und fühlt sich in München – sportlich und privat – grundsätzlich sehr wohl. Mit 29 Jahren spricht man bei Fußballspielern aber eigentlich immer vom „besten Fußballalter„. Kimmichs Leistungskurve geht seit ca. drei Jahren allerdings leider stetig nach unten. Die FCB-Bosse haben mit ihm – nicht zuletzt wegen seines unglaublichen Ehrgeizes – auch sehr lange als dem zukünftigen Leader der Profi-Mannschaft geplant. Dies scheint auch der Anspruch des Spielers an sich selbst zu sein. Aber er wirkt damit hoffnungslos überfordert und verkrampft immer mehr: Anstelle als Führungsspieler die wichtigen Sachen richtig zu machen, scheint er zu viele Dinge gleichzeitig machen zu wollen und diese bei Weitem nicht mehr gut.
Ob ein neuer Trainer den Joshua – in München – wieder hinbekommt? Xabi Alonso, zwei Jahre lang sein Mitspieler (2015-2017) beim FCB, wäre es am ehesten zuzutrauen. Kimmich ist aber definitiv ein Fall für einen erstklassigen Mentalcoach!
