Thomas Müller hat schon vor einer Woche nach der Leverkusen-Pleite versucht, die teilweise unerklärlich schwachen FCB-Auftritte mit „alles ist Kopfkino“ zu erklären. So hat nun Thomas Tuchel nach der unglücklichen Niederlage in Bochum auch nicht mit einem vielfach aus der Fanecke geforderten Straftraining reagiert, sondern den Spielern einen freien Tag eingeräumt. Manche Medien nennen es überraschend, andere bezeichnen die Maßnahme als sinnvoll.
Statt die Mannschaft mit zusätzlichen Trainingseinheiten zu belasten, hat Tuchel laut Sky entschieden, seinen Spielern eine Atempause zu gewähren. Die Spieler erhalten am heutigen Dienstag frei, um sich von der jüngsten Niederlage zu erholen, die Köpfe freizubekommen und Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Diese Entscheidung kam direkt nach der intensiven Nachbesprechung der Bochum-Pleite, in der Tuchel seinen Spielern den Rücken stärkte.
Es bleibt abzuwarten, ob der freie Tag das richtige Signal an die stark verunsicherte Mannschaft ist. Somit starten Tuchel und die Mannschaft erst morgen mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Red Bull Leipzig am Samstag. Der 50-jährige Trainer erhofft sich, dass die Spieler dann wieder etwas befreiter und mit voller Motivation die kommenden Aufgaben angehen. Aktuell befinden sich die Münchner acht Punkte hinter Tabellenführer Bayer Leverkusen. Die Leipziger befinden sich auf Platz fünf und liegen 10 Punkte hinter dem FC Bayern.
Und es wird nach dem Spiel gegen die Roten Bullen wie immer sein: Fruchtet auch diese Maßnahme nicht, hat Tuchel medial und für viele Fans wieder alles falsch gemacht. Die wahren FCB-Fans hoffen, dass der erwünschte Effekt eintritt – und der berühmt-berüchtigte Bock, den in der letzten tagen so oft zitiert wird, tatsächlich in dieser Saison noch umgestoßen werden kann.
