Selbst der größte Tuchel- und FCB-Hater muss zugeben, dass die aktuelle Krise auch auf eine fast schon unheimliche Verletzungs- und Krankheitsserie bei den Bayernspielern zurückzuführen ist. Bereits zum Hinrundenende war der Rekordmeister der traurige Tabellenführer, was die Ausfalltage pro Spieler der 18 Bundesligisten betraf. Im Jahr 2024 hat sich die Situation weiterhin verschlechtert.
Gestern Abend in Bochum musste der marokkanische Nationalspieler Noussair Mazraoui beim Stand von 1:0 für den FCB in der 34. Minute angeschlagen ausgewechselt werden. Der 26-Jährige hat sich laut Thomas Tuchel eine „Hamstrings-Verletzung“ zugezogen. Eine derartige Verletzung betrifft eine Muskelgruppe auf der Rückseite des Oberschenkels. Diese beugt das Knie und streckt die Hüfte. Ausfalldauer wohl mindestens drei Wochen.
Nous ist nach Neuzugang Sasha Boey und Konrad Laimer der dritte Bayern-Rechtsverteidiger, der in den letzten knapp drei Wochen längerfristig ausfällt. Da fällt einem fast schon nichts mehr ein.
Übrigens musste in Bochum auch Aleksandar Pavlovic verletzungsbedingt passen, Leroy Sané wurde – trotz körperlicher Probleme – erst später eingewechselt.
Für die laufende Saison gibt es natürlich die Statistik über die Verletzungstage der Vereine. Der Rekordmeister ist einsamer Spitzenreiter. Es wäre interessant zu wissen, ob es jemals einen Bundesligisten gegeben hat, der ein derart ausuferndes Verletzungspech hatte. Wie weit reichen da die Statistiken zurück?
PS: Weil es so absurd ist und natürlich in diesem Kontext auch erwähnt werden wird: Natürlich machen viele Tuchel-Gegner ihn (sein Training) auch für die Ausfallhäufigkeiten verantwortlich. Inklusive zahlreicher Arm-, Hand- und Schulterverletzungen, Grippe-Ausfälle … Welche Rolle kann hier die angeschlagene Psyche spielen? Verkrampfte Muskeln, bei Erkältungskrankheiten sowieso.
