Auf der soeben zu Ende gegangenen Spieltags-PK wurde FCB-Coach Thomas Tuchel gefragt, ob er die (mediale) Kritik an seiner Arbeit nach den beiden Niederlagen in Leverkusen und Rom nachvollziehen könne. Der 50-Jährige gab daraufhin einen Einblick, wie er mit solchen Situation umgeht und bekommt dann vom FCB-Pressesprecher Dieter Nickles Unterstützung.
Der Bayerntrainer: „Ich kann das komplett nachvollziehen. Aber ich habe mir angewöhnt, gar nichts mehr zu lesen. Ich weiß, dass das Freunde und Familie härter trifft als mich, weil ich mich einfach in meine Blase zurückziehe und gar nichts lese. Ich kann mir vorstellen, welche Ausmaße das annimmt. Ich spüre den Ton der Fragen nach den Niederlagen, ich bin ja nicht naiv und mache das schon eine Weile. Da muss jeder selbst entscheiden, wie er über uns berichtet. Es macht so viel weniger mit mir, als sie sich vorstellen können.“
Damit versuchte der FCB-Cheftrainer glaubhaft zu vermitteln, dass ihn das Medien-Bashing weitaus weniger belastet als man das annehmen könnte. Ein Schutzschild. Man kann ihm nur wünschen, dass dies tatsächlich so der Fall ist.
Als Tuchel seine Erklärung beendet hatte, meldete sich FCB-Pressesprecher Dieter Nickles auf bemerkenswerte Weise zu Wort. Er ging auf den in den letzten Tagen auch in den Social Media viral gegangenen angeblichen Satz von Tuchel in der FCB-Kabine ein, wonach dieser sein Team mit den Worten – „Ihr seid nicht so gut wie ich dachte. Dann muss ich mich eurem Niveau eben anpassen“ – angepflaumt hätte. Nickles betonte mit Nachdruck, dass so ein Satz von Tuchel nie gesagt worden sei, aber: „Solche Sätze gehen natürlich in die Medienwelt raus, haben teilweise eine toxische und würdelose Wirkung. Dessen müssen wir uns allen bewusst sein. Sowas fällt dann schnell mal hinten runter und sollte zumindest nicht unerwähnt bleiben. Könnt ihr gerne auch die Meinung einstreuen.“
Diese Aussagen stammen ursprünglich aus einem Bericht von Sky-Moderator Riccardo Basile, der in der Sendung Triple – der Schüttflix Fußballtalk erklärte, er habe dies aus Mannschaftskreisen gehört.
Wenig später ging Tuchel selbst auch noch einmal auf dieses Szenario ein: „Den Satz, den Dieter angesprochen hat, sollte ein Trainer niemals sagen. Was soll das? Nach einem solchen Satz steigt ein Trainer hoffentlich nicht mehr zu seiner Mannschaft in den Bus. Das klitzekleinste Ego muss jetzt außen vor bleiben, wir brauchen jetzt jeden Spieler.“
Damit sollte auch dieses Thema erledigt sein. Der Verursacher sich zutiefst schämen.
Update 18. Februar 2024
Nein. Das Thema ist tatsächlich noch nicht erledigt. Und das nicht, weil Sky eine sehr allgemeine Erklärung über die eigene angebliche Seriosität hingehuscht hat.
Zur Enttäuschung von FC Bayern Total gibt es zum Beitrag einige Kommentare von Bayernfans, die Nickles und Tuchel für nicht glaubwürdiger erachten als Basile, Sky & Co., ein wirklich starkes Stück! Das Szenario der (früheren) Bayernfamilie wird tatsächlich immer „unwürdiger„. Was war gleich noch einmal Mia san mia?
Das seit Jahren populäre Maulwurf-Thema poppt ebenfalls wieder auf. Offensichtlich ist es ein offenes Geheimnis, dass an der Säbener Straße immer wieder Angestellte dem Boulevard Betriebsgeheimnisse stecken. Nachdem dieser seine Informanten nie und nimmer preis geben würde, brauchen diese Ratten … Entschuldigung Maulwürfe auch keine Angst zu haben, dass sie auffliegen könnten. Je brisanter die Meldung, desto höher das Honorar (Schwarzgeldzahlung?). Und wenn das schon einmal so läuft, wen interessiert dann noch, wenn ich etwas (dazu) erfinde …? Ein wesentlich wahrscheinlicheres Szenario als dass Nickles und Tuchel lügen würden …

Ein Kommentar zu “Angeblicher Tuchel-Kabinen-Satz: FCB-Pressesprecher kritisiert die Medien scharf”