Bayern in Leverkusen chancenlos! „Vizekusen“ – das war einmal!

Ganz Fußball-Deutschland hat sich heute auf den großen Bundesligaknaller zwischen dem ungeschlagenen Tabellenführer Bayer Leverkusen und dem Serienmeister aus München gefreut. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in welcher der FCB viel Ballbesitz hatte, war es jedoch eher eine Machtdemonstration des modernen Spielsystems der Werkself. Das 1:0 ausgerechnet durch die FCB-Leihgabe Josip Stanisic (18.) war dabei der Flaschenöffner für Xabis Truppe.

Beide Trainer wählten – für den einen oder anderen überraschend – eine Dreierkette zu Spielbeginn. Aus Leverkusener Sicht ein gelungener Schachzug, ob sich Thomas Tuchel dabei vercoachte, ist schwer zu sagen, obwohl die FCB-Kette mit Minjae Kim – Eric Dier – Dayot Upamecano schon vor dem Spiel in den FCB-Social-Media heftig kritisiert worden war.

Das Spiel irgendwie ein Spiegelbild der ganzen Saison: Leverkusen und Xabi Alonso gelingt in dieser Spielzeit mit größter Leichtigkeit quasi alles. Die Bayern dagegen mühen sich – auch von vielen Verletzungen und Formschwankungen geplagt – spielen eigentlich keine schlechte Saison, aber das Bayerngen, das berühmt-berüchtigte Mia-san-mia, immer in den entscheidenden Spielen noch eine Schippe drauflegen zu können, ist in dieser Saison definitiv nicht vorhanden.

Bis auf die Spielzeiten 2018/19 und 2022/23 dominierte der Rekordmeister die Liga in den letzten Jahren nach Belieben – elf Titel in Serie sind Rekord für alle europäischen Topligen. Aller Voraussicht nach bricht das ehemalige Vizekusen diese Wahnsinnsserie. Und ganz im ernst: dies ist für die FCB-Fans leichter zu ertragen als eine BVB-Meisterschaft oder für manche Fangruppierungen auch ein Titel des „Konstrukts“ in Leipzig. Und mit Stanisic wird dann ja auch zumindest ein FCB-Spieler Deutscher Meister. Nach dem heutigen Spiel ist es jedenfalls schwer, sich vorzustellen, dass der Meister Ende Mai nicht Bayer Leverkusen heißt, auch wenn noch satte 39 Punkte zu vergeben sind …

Ach ja, das Spiel ging mit 3:0 für Leverkusen zu Ende, auch in der Höhe verdient. Grimaldo sorgte eigentlich schon in der 50. Minute mit seinem 2:0 für die Vorentscheidung, Bayern wollte, konnte aber nicht. Frimpongs 3:0 in der 96. Minute schlug den Sargnagel für chancenlose Bayern tief ins Holz. Über Neuers vorherigen Ausflug in den Leverkusen-Strafraum bei einer FCB-Ecke müssen wir nicht mehr (unbedingt) reden. Bayern am Boden, das restliche Fußball-Deutschland jubelt.

Titelbild: Wie für all seine Teamkollegen auch kein Durchkommen für Musiala.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Bayern Total

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen