Überragende Bundesligabilanz: FC Bayern auf Kurs 85 Punkte!

Gastbeitrag von Christian Waidmann

Die Bayern unter Thomas Tuchel sind in dieser Saison vielfach kritisiert worden. Doch unter dem Strich spielen die Münchner eine Spielzeit, die an die Guardiola-Ära erinnert. Denn nach 20 Spieltagen hat der deutsche Rekordmeister 50 Punkte auf dem Konto, was hochgerechnet am Ende der Spielzeit 85 Zähler ergeben würde.

Natürlich ist die Triple-Saison 2012/13 unerreicht. 91 Punkte standen zum Schluss für die Wembley-Helden auf der Habenseite. In der ersten Guardiola-Saison 2013/14 sprangen 90 Zähler heraus. Der Spanier ließ daraufhin mit der Bayernmannschaft 79  und 88 Punkte folgen. Carlo Ancelotti schaffte schließlich 2016/17 sehr gute 82 Zähler. Diese Ausbeute gab es auch beim Triple 2020.

Diese ganzen Werte sind außergewöhnlich, denn Borussia Dortmund holte in seiner Meistersaison 2011/12 ganze 81 Punkte, was damals nach fast 50 Jahren einen neuen Bundesligarekord bedeutete.

Aktuell steuern die Münchner auf ein Ergebnis jenseits der 80-Punkte-Marke zu, auch wenn das kommende Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen verlorengehen sollte. Auch in puncto Torausbeute muss sich das Tuchel-Team kaum Vorwürfe machen. Denn in 20 Bundesligapartien haben die Bayern 59 Treffer erzielt, was einen Schnitt von knapp drei Toren pro Spiel macht.

Aber es gibt eben auch die Aussetzer, wie die Auswärtspleite gegen Eintracht Frankfurt oder die Heimniederlage gegen Werder Bremen, nach jeweils enttäuschenden Leistungen, was Kritiker auf den Plan ruft und Fans verzweifeln lässt.

Doch im Endeffekt setzt Thomas Tuchel um, was ihm die Bayernbosse vor der Saison mit auf den Weg gegeben haben. Wegen des dünnen Kaders müsse der 50-Jährige eben „kreativ werden“.

Aufgrund der derzeitigen Stimmung um den deutschen Rekordmeister helfen Thomas Tuchel in den kommenden Wochen jedoch nur Ergebnisse. Diese Erkenntnis ist aber nicht neu in München und so dürfte die kommende Zeit spannend werden.

Jupp Heynckes, als Trainer und Mensch heutzutage ohne jeden Zweifel erhaben, holte übrigens in der Vize-Saison 2011/12 lediglich 73 Punkte. Trotzdem hielt die Klubführung damals an ihm fest. In der Gegenwart wohl kaum denkbar, wenn man sich die aktuelle Medien- und Expertenlandschaft anschaut, die äußerst überhitzt und aufgeladen ist.

Selbst eine optimale Ausbeute von 102 Zählern würde heutzutage so manchen Kritiker bzw. Begleiter des FC Bayern auf den Plan rufen, weil vielleicht die Spielweise „nicht attraktiv und zu wenig dominant“ sei. Dabei gab es solche Partien wie die jüngste gegen Borussia Mönchengladbach auch mit Franck Ribéry und Arjen Robben, obwohl dieses Duo immer wieder gerne glorifiziert wird. Und auch unter Jupp Heynckes und Pep Guardiola gab es schlechte Spiele.

Veröffentlicht von gastautorfcbtotal

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