Der FC Bayern verkündet auf seiner Homepage den Abgang des Topscorers der FCB Amateure Lucas Copado:
Lucas Copado verlässt den FC Bayern und schießt sich mit sofortiger Wirkung dem österreichischen Bundesligisten Linzer ASK an. Beim Traditionsverein und aktuellen Tabellendritten möchte der 20-jährige Angreifer den nächsten Schritt im Profifußball machen. Sein Kontrakt in München wäre noch bis Juni 2024 gelaufen.
Jochen Sauer, Direktor Nachwuchsentwicklung: „Lucas wurde seit 2016 beim FC Bayern ausgebildet und hat sich in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. Wir bedanken uns bei ihm für seinen langjährigen Einsatz. Für seine neue Herausforderung beim LASK wünschen wir ihm nur das Beste. Wir werden seinen Weg interessiert weiterverfolgen.“
Lucas Copado: „Ich hatte eine tolle Zeit beim FC Bayern und möchte mich bei allen bedanken, die meinen Weg begleitet und gefördert haben. Nun freue ich mich auf die Herausforderung beim LASK in der österreichischen Bundesliga.“
Copado, der Sohn des ehemaligen Hachinger Bundesliga-Profis Francisco, wechselte im Sommer 2016 aus der Nachwuchsabteilung der Spielvereinigung Unterhaching zum deutschen Rekordmeister. Der gebürtige Münchner durchlief seitdem sämtliche Jugendmannschaften des FC Bayern und feierte im Januar 2022 sein Bundesliga-Debüt für den FCB. In der aktuellen Spielzeit kam der Stürmer auf 17 Einsätze für die FC Bayern Amateure, in denen er an 15 Treffern beteiligt war (10 Tore, 5 Assists).
FC Bayern Total:
Ein typischer FCB-Amateure-Transfer in der Winterpause. Häufig verließen in dieser Periode absolute Schlüsselspieler den Verein. Copado sollte jedoch aller Voraussichtnach kein Spieler sein, der jemals nur ansatzweise eine Chance auf einen Platz im Profikader des Rekordmeisters bekommen könnte.
In der laufenden Saison verabschiedeten sich die Amateure jedoch schon ganz zu Beginn von jeglichen Aufstiegsambitionen. Eher befand man sich teilweise sehr bedenklich in der Nähe der Abstiegsränge. Aktuell befindet man sich im absoluten Niemandsland der Tabelle: Rang 8 – 18 Spiele: 29 Punkte und 41:35 Tore. Maximal der 5. Platz sollte in der Abschlusstabelle noch möglich sein. Nach ganz unten muss man hoffentlich – auch nach dem Copado-Abgang – nicht mehr schauen.
Das wird eine der großen Aufgaben von FCB-Sportdirektor Christoph Freund in der nächsten Zukunft sein: Die 2. Mannschaft wieder in die Nähe der Dritten Liga bringen, um dem Nachwuchs bessere Perspektiven anbieten zu können.
