„PR-Geschwätz“ des FC Bayern: Fußball-England wegen Kane immer noch beleidigt?

Der FC Bayern wurde zuletzt von den (deutschen) Medien hinsichtlich der im Winter angestrebten Verpflichtung einer sog. Holding Six mit diversen Kandidaten in Verbindung gebracht. Allerdings scheint Joao Palhinha vom FC Fulham nach wie vor der Topkandidat beim deutschen Rekordmeister zu sein. Zumindest hat der FCB-Sportdirektor Christoph Freund zuletzt das nach wie vor existierende Interesse am portugiesischen Nationalspieler bestätigt. Zuletzt kursierten Meldungen, nach welchen Palhinha im Winter sogar für eine geringere Ablösesumme als im Sommer zu verpflichten sei. Dem widerspricht nun wiederum der englische Boulevard.

Im vergangenen Sommer waren die Bayern bereit, eine kolportierte Ablösesumme von rund 65 Millionen Euro plus Bonuszahlungen für Palhinha zu bezahlen. Der Deal platzte jedoch am Deadline Day, weil Fulham selbst auf die Kürze keinen adäquaten Ersatz verpflichten konnte. Das bayrische Interesse soll weiterhin vorhanden sein. Trotz einer grundsätzlichen Einigung aller Parteien im Sommer wird ein Transfer in der Wintertransferperiode im Januar kein Selbstläufer für den Rekordmeister. Die Vorstellungen in Sachen Ablösesumme sollen weit auseinander klaffen.

Sport1 hatte zuletzt berichtet, dass Palhinha ein sog. Gentlemen’s Agreement mit Fulham besitzen soll, wonach er den Verein im Januar verlassen darf, sollte man ein angemessenes Angebot erhalten. Als Fulhams Schmerzgrenze wurden – etwas überraschend – 50 Millionen Euro genannt.

Das englische Fußball-Portal TEAMtalk meldet nun aber, dass es es keinerlei Agreement zwischen Palhinha und Fulham geben soll. Diese Meldungen aus Deutschland werden als “PR-Geschwätz der Münchner Seite” abgetan. Fulham sei zwar grundsätzlich bereit, den Mittelfeldspieler im Winter zu verkaufen, aber definitiv nicht für eine geringere Ablöse als im Sommer. Ganz im Gegenteil.

Anders als im Sommer scheint aber Fulham bereit zu sein, auf einen Januar-Abgang von Palhinha zu reagieren. Der Londoner Klub soll kurz vor der Verpflichtung des Brasilianers Andre von Fluminense Rio de Janeiro stehen.

Dazu FC Bayern Total:

Es läuft wieder einmal mehr auf eine Medienschlacht zwischen deutschem und englischem Boulevard hinaus, als dass man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen könnte, dass die beiden Vereine tatsächlich diese Gedankenspiele teilen werden. Keine Seite ist naiv: Weder werden die Verantwortlichen an der Säbener Straße an ein plötzliches Schnäppchen glauben, noch werden sie einen Aufpreis im Vergleich zum Sommer zahlen. Das weiß man auch beim FC Fulham.

Insgesamt hat man bei den Boulevardmedienschlachten jedoch immer das Gefühl, dass es den Engländern auch vermehrt um die nationale Sache geht, während die deutsche Seite ausschließlich Auflagen und Clicks im Fokus hat. Die englischen Medien scheinen immer noch an dem schmachvollen Abgang von Harry Kane im August zu knappern, den sie vorher zur Unmöglichkeit geschrieben haben. Da formuliert man anschließend auch schon einmal deftiger und bezeichnet ein Gerücht, welches nie und nimmer vom FCB selbst kam, als dessen „PR-Geschwätz„.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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