Minjae Kim ist zusammen mit Harry Kane der Spieler beim FC Bayern mit der höchsten Spielbelastung. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die zu dünne Personaldecke in der FCB-Innenverteidigung. Nun äußerte sich der südkoreanische Innenverteidiger erstmals zu seiner Anfangszeit beim deutschen Rekordmeister.
Mit der Verpflichtung von Minjae Kim reagierte der FC Bayern im Sommer auf den Abgang von Lucas Hernández zu PSG. Die Bayern zahlten eine kolportierte Ablösesumme von knapp 50 Millionen Euro an die SSC Neapel und sicherten sich damit den besten Innenverteidiger der letzten Serie-A-Saison.
Nachdem er seinen Trainingsrückstand aufgrund eines obligatorischen Militärdienstes in seinem Heimatland geleistet hatte, war Minjae bei Bayern-Coach Thomas Tuchel dauerhaft in der Startformation gesetzt. Das lag auch daran, dass die Bayern mit nur drei nominellen Innenverteidigern in die neue Spielzeit gegangen sind. Seine Nebenleute Matthijs de Ligt und Dayot Upamecano hatten in dieser Saison schon mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, sodass Minjae Kim wettbewerbsübergreifend 17 von 18 möglichen Spielen absolvierte. Nur beim 4:0-Sieg in der 1.Pokalrunde bei Preußen Münster konnte / musste er (auch verletzungsbedingt) pausieren.
Kim stand in allen Bundesliga- und Champions League Partien auf dem Rasen. Lediglich Harry Kane kann hier ähnliche Zahlen nachweisen. Dabei hat der Südkoreaner 97 Prozent aller Spielminuten gespielt. Dazu kommen noch die kräftezehrenden Reisen und Spiele mit der südkoreanischen Nationalmannschaft.
Dass sich solch eine Dauerbelastung auch auf die körperliche Verfassung auswirkt, bestätigte nun auch Kim: “Ich denke, mein Körper wird von den vielen Spielen müde sein. Aber ich kann mich nicht beklagen, weil es für alle gleich ist.” Gleichzeitig zieht Kim aus der aktuellen Belastung auch Positives: “Es wäre dumm zu sagen: ‘Ich kann nicht spielen, ich sterbe’ – ich bin einfach dankbar, dass ich mich nicht verletzt habe, was zeigt, dass ich in guter Verfassung bin. Ich werde auf mich aufpassen.”
Minjaes Spitzname ist in seiner Heimat „Monster“ – wenn man all seine Statements liest und zusammenfasst, könnte der Verbesserungsvorschlag auch „Mentalitätsmonster“ heißen. Klingt zumindest in unseren Breitengraden noch einmal um einiges besser.
