Hoeneß widerspricht den Medien: Keine Risse, sondern Einheit beim FCB

Der Job des Chefcoaches beim FC Bayern ist wie der des Bundestrainers ein äußerst komplizierter: Immer haben irgendwelche Experten, die Boulevardmedien allgemein oder auch zahlreiche Fans etwas zu kritisieren. Beim Rekordmeister selbst dann, wenn man grundsätzlich sehr gute Ergebnisse erzielt. Wenn sich der FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß dazu meldet, hat dies jedoch ein spezielles Gewicht, seine Meinung ist im allgemeinen akzeptiert. Nun äußert er sich im kicker über Thomas Tuchel.

Zur Beziehung zwischen Hoeneß und Tuchel haben die Medien auch schon eine Menge geschrieben: Der FCB-Patron soll lange Zeit eher ein Tuchel-Gegner gewesen sein, das änderte sich angeblich nach dem CL-Finale 2020, als Tuchel PSG trainierte und es ein Gespräch direkt nach dem Endspiel zwischen den beiden gab. Bei seiner Präsentation im März bedankte sich der 50-Jährige in auffälliger Weise auch bei Hoeneß für das in ihn gesteckte Vertrauen. Die gute Beziehung soll dann laut Boulevard jedoch während und kurz nach der Transferperiode einen Knacks erlitten haben: Während Hoeneß den Kader des deutschen Rekordmeisters gut aufgestellt sah, monierte der Cheftrainer vor allem die dünne Spielerdecke. Nun äußert sich der 71-Jährige aber äußerst positiv über Tuchel.

Objektiv gesehen gibt es auch keinen Grund, unzufrieden mit der Arbeit von Thomas Tuchel zu sein. Auch wenn das Aus im DFB-Pokal sehr ärgerlich war, stimmen die Leistungen und Ergebnisse in den wesentlich wichtigeren Wettbewerben, der Meisterschaft und der Champions League. Nach vier Spieltagen und der maximalen Punktausbeute von 12 ist man bereits für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Mit neun Siegen und zwei Unentschieden ist man großartig in die Bundesligasaison gestartet, geschossene Tore und Torverhältnis sind zudem Bundesligarekord.

Für Hoeneß haben diese starken Bilanzen einen triftigen Grund. Im kicker-Interview: “Mein Eindruck ist, dass sich eine Einheit zwischen dem Team und Thomas Tuchel formt”. Damit widerspricht der FCB-Ehrenpräsident auch den Medienmeldungen, die Risse zwischen dem Trainer und Teilen seiner Mannschaft festgestellt haben möchten.

Das Ziel des FCB ist nun laut Hoeneß, bis Weihnachten ohne Verletzungen durch die Saison zu kommen. Danach wird man über mögliche Verstärkungen entscheiden. Was Tuchel natürlich wieder erfreuen wird.

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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