Rückblickend kann man es kaum glauben, dass es bei der Verpflichtung des englischen Toptorjägers Harry Kane im Sommer derart viele Skeptiker gab. Zeigt der 30-Jährige auch in Zukunft die aktuelle Performance – auf und neben dem Platz – dann ist die für ihn gezahlte Rekordablösesumme von knapp 100 Millionen Euro für heutige Profi-Fußball-Verhältnisse fast schon ein Schnäppchen. Beim grandiosen 4:0-Auswärtssieg in Dortmund stellte er drei neue Bundesligarekorde auf, einen – des legendären Gerd Müller – ein:
1. Mit seinen drei Toren beim BVB steht Kane nun nach zehn Bundesligaeinsätzen bereits bei 20 Scorerpunkten (15 Tore, fünf Assists). Er pulverisiert damit den bisherigen Ligarekord. Seit Beginn der Vorlagenerfassung in 1988/89 sammelte kein Spieler annähernd so viele Scorerpunkte in seinen ersten zehn Partien. Bisherige Spitzenreiter waren der ehemalige Dortmunder Erling Haaland (2019/20: zehn Tore, drei Assists) und der Ex-Bremer Diego (2006/07: fünf Tore, acht Assists) mit jeweils 13.
2. Auch 20 Scorerpunkte nach zehn Spieltagen einer Saison – also unabhängig davon, ob es die ersten zehn Bundesligaspiele der Karriere waren – sind ein neuer Bundesligarekord (seit Assist-Erfassung 1988/89). Den vorherigen hielt Robert Lewandowski, der 2020/21 im Bayern-Trikot 18 geschafft hatte.
3. 15 Tore nach zehn Bundesliga-Einsätzen sind ebenfalls ein neuer Bestwert. Er löst damit Klaus Matischak (FC Schalke 04) ab, der in der Startsaison der Bundesliga 1963/64 in seinen ersten zehn Einsätzen 13-mal getroffen hatte.
4. 15 Tore nach zehn Saisonpartien sind ebenfalls Rekord. Nur Gerd Müller hatte das 1968/69 ebenfalls geschafft.
