FC Bayern Total hat unter seinen Lesern eine Umfrage zum medial derzeit allgegenwärtigen Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß gemacht und wollte dabei wissen, wie die FCB-Anhänger zur Rolle und dem Auftreten von Uli Hoeneß im Jahr 2023 stehen. Folgende Antwortvorgaben standen zur Auswahl:
A) Uli Hoeneß ist der Mister FC Bayern, eine absolute Vereinslegende. Es muss immer auf ihn gehört werden, weil keiner den Verein besser als er kennt. “Uli, du bist der beste Mann!”
B) Auch wenn der Uli riesige Verdienste um den Verein hat, liegt er zuletzt immer häufiger falsch. Viele seiner Auftritte sind wenig souverän, seine Rundumkritik – zuletzt traf es erneut Oliver Kahn und auch Thomas Tuchel – nicht nur inhaltlich falsch, sondern in der Form sogar peinlich. Uli, bitte meide die Öffentlichkeit.
C) Die Meinung von Uli Hoeneß sollte vereinsintern immer gehört und beachtet werden – aber nach außen sollte er den FC Bayern etwas weniger vertreten.
Kurzer Zwischenhinweis dazu: Diese Antwortvarianten sind nicht irgendwelchen Fantasien von FC Bayern Total entsprungen, sondern wurden vermehrt in den derzeitigen Diskussionen zu Hoeneß gefunden. Diese Seite hat lediglich etwas zusammengefasst.
Anders als bei den letzten Umfragen zu Jerome Boateng und Max Eberl ergab sich dieses Mal kein ganz eindeutiges Meinungsbild, allerdings durchaus eine Tendenz.
Insgesamt 60,6 Prozent der teilnehmenden FCB-Fans waren der Meinung, dass sich die FCB-Legende in Zukunft (etwas mehr) zurück nehmen sollte. Dabei wählten 48,7 Prozent die softe Variante C und 11,9 Prozent die Variante B, welche Uli nahe legt, sich zukünftig möglichst aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.
Insgesamt 39,4 Prozent sind riesige Hoeneß-Fans und würden immer an seiner Seite stehen, wenn er sich zu Themen rund um den Rekordmeister äußert.
Hier im Blog hätten gerne über 83% (zum Zeitpunkt der Auswertung) einen Rückzug von Uli Hoeneß gesehen, allerdings war die Beteiligung in den Social Media wesentlich größer, so dass der Einfluss auf das Gesamtresultat verhältnismäßig gering war.
Nimmt man A und C zusammen, ist eine riesige Mehrheit von 88 Prozent dafür, dass das Wort von Uli Hoeneß immer Gewicht haben muss – eine knappe Mehrheit denkt dabei aber eher intern, für die anderen ist dagegen Ulis Wort auch in der Öffentlichkeit FCB-Gesetz.
Die Ergebnisse wurden erstmals bereits gestern veröffentlicht und manchmal ist es durchaus bemerkenswert, wie fanatisch die eigene Meinung auch nach(!) einer demokratischen Abstimmung bzw. Umfrage vertreten wird. In einem nicht-autoritärem Staat gilt es danach nicht zu urteilen, was falsch und richtig ist. Nach einer Wahl / Umfrage kann man zwar persönlich über ein Ergebnis enttäuscht sein, man sollte aber trotzdem die Mehrheitsmeinung akzeptieren und respektieren. Wohl eher Wunschdenken.
