Nach dem gestrigen 2:1-Sieg im schwierigen CL-Auswärtsspiel beim FC Kopenhagen gefiel FCB-Chef-Coach Thomas Tuchel natürlich nicht alles, dennoch fiel sein Fazit insgesamt positiv aus: „Daher ist es schon eine gute Leistung, dass wir das noch komplett gedreht haben.“ Sehr positive Nachrichten hatte er für die Fans der FCB-Legenden Manuel Neuer und Thomas Müller.
Zum geplanten Comeback von Stammkeeper Manuel Neuer meinte Tuchel am gestrigen Abend: „Zuletzt sah es sehr gut aus. Ich war sehr beeindruckt von den letzten Trainingseinheiten, von seiner Aura, Ausstrahlung und Qualität. Das war sehr gut. Aber ich will ihm jetzt keinen Rucksack aufsetzen durch Aussagen, die ich dann vielleicht wieder zurücknehmen muss. Manu entscheidet es selber, wenn er will und auch kann.“
Thomas Müller bekam ein großes Lob vom FCB-Trainer, speziell für seine geniale Vorarbeit zum 2:1-Siegtreffer von Mathys Tel: „Das ist natürlich Wahnsinn, wie er das vorbereitet. Das geht nur mit der Erfahrung uns seiner Kaltschnäuzigkeit, das hat er super gemacht. Die Energie und die Qualität unser Joker waren top und am Ende entscheidend für den Sieg. Wir haben nach den Einwechslungen unsere beste Phase gehabt. Wir haben flüssiger und zielstrebiger gespielt und auch mutiger.„
Zur Rolle und Bedeutung des 34-jährigen Weltmeisters von 2014: „Er wird auch wieder von Anfang spielen. Es ist ja auch ein natürlicher Prozess. Thomas ist einfach hellwach, er weiß, was zu tun ist und er schaut sich von draußen die Räume an. Wir brauchen nicht über Thomas zu reden.„
Und auch der Ur-Bayer selbst scheint keineswegs der Meinung zu sein, dass der Umgang seines Trainer mit ihm nicht respektvoll sei, wie viele seiner Fans aktuell behaupten: „Ich freue mich über jedes Lob, aber weiß nicht, ob ich eine neue Rolle habe. Ich bin ein ganz normaler Kaderspieler, der um seine Minuten kämpft. Am Ende stellt der Trainer auf und danach müssen wir uns richten. Aber ich bin auf jeden Fall bissig.„
Müller zu seiner verspäteten Einwechslung: „Das war tatsächlich witzig. Der Linienrichter hat zum Glück die Situation verpasst, uns drei einzuwechseln, weil der Ball einmal kurz im Aus war. Aber er war mit seiner Anzeigetafel zu langsam. Und prompt hat Jamal in der nächsten Aktion das 1:1 gemacht. Dann wollte der Trainer logischerweise noch ein bisschen abwarten. Dann kamen wir später rein, aber dafür mit Gebrüll.„
Wer den Thomas derzeit live im Stadion als Einwechselspieler beobachtet, bemerkt immer wieder sein gewaltiges Engagement und seine Motivation auch außerhalb des Spielfeldes. Dass Tuchel derzeit immer große Qualität einwechseln kann, die Spiele drehen kann, liegt nicht zuletzt am 123-maligen Nationalspieler, wie auch am 18-jährigen Supertalent Mathys Tel. Möglicherweise ist für beide selbst aktuell die Jokerrolle die beste im FCB-System. Mit allem Respekt und aller Wertschätzung.
