Aufgrund des Supercup-Spiels gegen RB Leipzig tritt der FC Bayern heute Abend mit Verspätung zur ersten DFB-Pokal-Hauptrunde bei Preußen Münster an. Da der Rekordpokalsieger den Cup zuletzt 2020 geholt haben, gilt ihm in dieser Saison ein besonderes Augenmerk. Dennoch sind nicht nur verletzungsbedingte Rotationen durch Thomas Tuchel zu erwarten. Besonders Mathys Tel bietet sich dafür nach seinen herausragenden Joker-Leistungen an.
Der 18-Jährige hat auch beim 7:0 über den VfL Bochum am Wochenende getroffen, seine Saisonbilanz steht nach sechs Einwechslungen in der Bundesliga und Champions League bei vier Toren und einem Assist. Die Gelegenheit in Münster dürfte günstig sein. Der Ex-FCB-Spieler Torsten Frings (2004/05) hält für wichtig, dass der FC Bayern dem Sturmjuwel seine Perspektiven aufzeigt.
„Er wird sich irgendwann mal die Frage stellen, ob ihm das reicht, wenn er immer nur ein paar Minuten spielt„, meint der frühere deutsche Nationalspieler in der ran Bundesliga Webshow. „Das ist auf jeden Fall ein Stürmer für die Zukunft, da darf der FC Bayern nicht den Fehler machen, ihn irgendwie zu vergraulen„.
Mit Blick auf den im Sommer verpflichteten englischen Nationalmannschaftskapitän Harry Kane führt Frings weiter aus: „Wenn du einen 100-Millionen-Mann vor dir hast, ist es schwer, vorbeizukommen. Aber er macht seine Tore, ist brandgefährlich, wenn er reinkommt und gibt der Mannschaft neue Impulse. Er ist ein super Junge, auf dem Boden geblieben„.
Da muss sich der 46-Jährige mit dem Spitznamen „Lutscher“ als Spieler wohl keine Sorgen machen: Zum einen hat Mathys nicht nur für einen 18-Jährigen einen außergewöhnlichen Charakter, der bereit ist Situationen zu akzeptieren und der extrem talentiert und fleißig an sich arbeitet, auch FCB-Coach Tuchel hat bereits vor dem letzten BL-Spiel gegen Bochum in der Spieltags-PK erklärt, dass Startelf-Einsätze für ihn nur „eine Frage der Zeit“ seien.

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