Alle FCB-Innenverteidiger fehlen im Abschlusstraining – Riesenproblem oder Belastungssteuerung?

Der FC Bayern startet morgen in die DFB-Pokal-Saison. Droht FCB-Coach Thomas Tuchel beim dem Auswärtsspiel bei Preußen Münster ein gewaltiger personeller Engpass in der Defensive? Unmittelbar nach dem misslungenen Deadline Day hatte er darauf hingewiesen, dass der Bayern-Kader in der Abwehr mit Blick auf die bevorstehenden englischen Wochen und das anstrengende Programm “etwas dünn” besetzt sei. Nun könnte sich der 50-Jährige mit seiner Kader-Kritik bestätigt fühlen.

Vor dem Pokal-Spiel gegen Preußen Münster stehen mit Dayot Upamecano und Minjae Kim möglicherweise nach dem bereits feststehenden Ausfall von Matthijs de Ligt auch die beiden anderen etatmäßigen FCB-Innenverteidiger auf der Kippe. Beide fehlten heute auf alle Fälle beim Abschlusstraining. Tuchel hatte auf der Spieltags-PK bereits angedeutet, dass Upamecano ein Wackelkandidat ist. Demnach plagt sich der Franzose bereits seit der Länderspielpause mit “latenten Problemen” herum. Auch bei Kim deutete der FCB-Coach an, dass der Südkoreaner nicht zu 100 Prozent fit sei: “Das müssen wir heute noch abklären.“

Definitiv ausfallen wird Matthijs de Ligt. Der Niederländer hat am vergangenen Wochenende beim 7:0-Erfolg gegen Bochum einen Schlag auf das Knie abbekommen und muss nach Vereinsangaben “einige Tage Pause” einlegen.

Mit den Abgängen von Josip Stanisic, Lucas Hernández und Benjamin Pavard haben die Bayern drei Innenverteidiger im Sommer verloren und mit Kim nur einen verpflichtet. Dementsprechend klafft im FCB-Abwehrzentrum eine gewaltige Lücke.

Die Medien bringen nun den 18-jährigen Tarek Buchmann als Alternative ins Spiel, welcher ebenfalls ein etatmäßiger Innenverteidiger ist. Das Problem ist allerdings, dass dieser vor über drei Wochen in einem Regionalligaspiel der FCB Amateure gegen Memmingen ebenfalls verletzt ausgeschieden ist und seitdem keine Minute mehr gespielt hat.

Joshua Kimmich könnte zur Not einspringen. Der 28-Jährige hat in der Vergangenheit immer mal wieder in der Innenverteidigung ausgeholfen, als Not am Mann war. Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola hatte ihn in der Saison 2015/16 sogar als einen der „besten Innenverteidiger der Welt“ bezeichnet.

Allerdings: Beim Sieg gegen den VfL Bochum am Samstag war weder bei Minjae noch bei Upa im Spiel eine Beeinträchtigung zu bemerken, beide drehten nach dem Spiel mit dem Team in der Arena eine Ehrenrunde und waren auch gestern auf der Wiesn mit guter Laune dabei. Keine Panik auf der Titanic – alles nur eine Sache der sog. Belastungssteuerung?

Veröffentlicht von fcbayerntotal

Admin und Autor von FC Bayern Total

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