Nach einer tollen Debütsaison beim FC Bayern steckt Matthijs de Ligt in der Rolle des Ergänzungsspielers fest. Das ist nicht zuletzt den starken Leistungen von Minjae Kim und Dayot Upamecano geschuldet, die sich im Abwehrzentrum des deutschen Rekordmeisters festgespielt haben. Der 24-jährige niederländische Nationalspieler ist dementsprechend unzufrieden mit seiner aktuellen sportlichen Situation. Der neue FCB-Sportdirektor Christoph Freund reagierte nun auf den geäußerten Frust von de Ligt und unterstrich dessen Wichtigkeit für die Mannschaft.
Matthijs de Ligt hat unter Bayern-Coach Thomas Tuchel derzeit keinen leichten Stand. Nachdem der Niederländer aufgrund von Wadenproblemen fast die gesamte Vorbereitung verpasst hatte, verlor er zum Bundesliga-Auftakt seinen Stammplatz als Abwehrchef. Zunächst begründete Tuchel diese Personalentscheidung mit dem fehlenden Spielrhythmus, den der frühere Ajax-Kapitän wegen der Zwangspause verloren hatte. Allerdings kursierten zuletzt auch Medienberichte, wonach der 50-Jährige generell kein großer Fan vom Spielstil des Niederländers sein soll. Auf der Asientour hatte es jedoch eine gemeinsame PK der beiden gegeben, auf der Tuchel seinen Innenverteidiger als Bereicherung für jedes Fußballteam der Welt gelobt hatte.
Die Medien berichten dagegen, dass insbesondere de Ligts Aufbauspiel seinem Coach derzeit nicht gefallen soll. Es sei zu langsam, mit zu vielen Querpässen und dafür mit zu wenigen mutigen Vertikalpässen in die Spitze.
Nachdem Matthijs de Ligt auch beim vergangenen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen zunächst wieder mal nur auf der Bank gesessen war und erst in den Schlussminuten für Konrad Laimer eingewechselt worden war, äußerte er nach dem Schlusspfiff erstmals öffentlich seinen Frust: “Die letzten Spiele habe ich nicht so viel gespielt. Das ist natürlich nicht schön. Ich will jedes Spiel spielen. Ich mache meine Arbeit auf dem Platz. Mehr kann ich nicht tun.”
Der neue Sportdirektor Christoph Freund reagierte nun auf diese Situation und äußerte sich gegenüber der BILD erstmals zu de Ligt, wobei er deutlich dessen Wichtigkeit für die gesamte Mannschaft unterstrich: “Er ist ein wirklich wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Wir haben drei Weltklasse-Verteidiger und die werden wir alle brauchen.” Gleichzeitig ist sich der Österreicher sicher, dass der Niederländer schon bald wieder eine tragende Rolle unter Tuchel spielen wird: “Die Situation für ihn ist derzeit nicht einfach, er möchte spielen. Ich bin aber davon überzeugt, dass er in den nächsten Monaten noch viele Spiele bestreiten wird. Im Training gibt er immer sein Bestes.”
