Großer Optimismus beim FC Bayern hinsichtlich der sportlichen Zukunft von Musiala

Die Zusammenbrüche auf dem Platz von Jamal Musiala und seine veröffentlichte Diagnose – neurologische Dysfunktion – haben Medien und Fans aufgeschreckt. Beim FC Bayern bleibt man dagegen aus gutem Grund sehr ruhig und optimistisch.

Spätestens die Aussagen von Medizinern, die nach den Zusammenbrüchen des FCB-Edeltechnikers Jamal Musiala gegen Leipzig und in Heidenheim regelmäßig den Befund „Epilepsie“ in den Mund nahmen, verbreiteten eine gewisse Panik unter den Anhängern des Rekordmeisters. Nicht wenige unkten von einem frühzeitigen Karriereende des 23-Jährigen. Die Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Supercup-Spiel in Dortmund mit Chefcoach Vincent Kompany und Sportvorstand Max Eberl zeigt aber, dass man an der Säbener Straße wesentlich optimistischer mit der Sache umgeht.

Zusammenfassung der Aussagen von Kompany und Eberl zur Situation um Jamal Musiala

Der FCB-Coach auf die Frage, wie er mit dieser Thematik – auch hinsichtlich seiner anderen Spieler umgeht: „Für die Öffentlichkeit ist es das erste Mal, da stellt man sich natürlich viele Fragen. Wir gehen aber schon länger damit um. Dieser erste Schockmoment ist schon etwas her, seitdem haben wir viel mehr Informationen bekommen und haben Entscheidungen mit der Hilfe der allergrößten Experten getroffen. Jamal bekommt die Unterstützung von jedem. Intern sind wir an einem Punkt, wo nicht mehr sehr viel darüber gesprochen wird. Wir waren lange vorbereitet, haben unsere Abläufe und sind sehr optimistisch.

Für uns ist es schon seit längerer Zeit bekannt. Jede Entscheidung wurde mit den allerbesten Informationen getroffen. Wir wissen, wie wir damit umgehen müssen. Er wird jetzt individuell trainieren. Er hat ein bisschen was in der Behandlung geändert, das hat ein bisschen Nebenwirkungen gehabt. Es ist völlig normal, dass man etwas in einer Behandlung ändert. Jetzt wollen wir es wieder zurückhaben, wie wir es vorher hatten, wo keiner etwas gewusst hat.“

Eberl ergänzt: „Es war Jamals Wunsch, dass er es kommuniziert. Intern wissen wir länger Bescheid, auch die Spieler. Für uns ist es ein Alltag geworden. Wir als Familie des FC Bayern stehen zusammen, werden ihm jede Unterstützung zukommen lassen, haben das schon und werden es weiter tun. Wir wissen es schon die ganze letzte Saison(!), sind damit umgegangen. Wir machen es gemeinsam. Er hat etwas in der Medikation verändert, deswegen waren die Situationen augenscheinlicher, ohne dass eine Gefahr für ihn bestand. Jetzt wollen wir wieder dahin kommen, wie es vorher war, wo es nicht zu den Situationen gekommen ist.“

Zur Veranschaulichung des Umgangs beim FC Bayern mit Musialas Situation schildert Kompany daraufhin das Verhalten von Michael Olise, laut dem Coach „der beste Kumpel von Jamal“, als es in Heidenheim zum zweiten Zusammenbruch auf dem Platz kam: Der Franzose zeigte sich nicht etwa erschrocken, sondern war in dieser Zeit mit „taktischen Anweisungen beschäftigt“.

Außerdem macht der Belgier auf die fußballerischen Fortschritte Musialas in dieser Vorbereitung aufmerksam. Nachdem ihm nach der WM die Metallplatten aus dem im Juli 2025 operierten Fuß entfernt worden waren, spielte er jüngst wieder wie zu seinen allerbesten Zeiten auf, in den wenigen Minuten gegen Leipzig und Heidenheim, aber auch im Training: „Fußballerisch ist das wieder der beste Jamal.“

Der Optimismus beim FC Bayern ist insgesamt groß, dass Jamal Musiala schon bald wieder in Bestform für den Rekordmeister auflaufen wird.

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