Der FC Bayern möchte in diesem Transfersommer noch einige Spieler fix abgeben. Obwohl sich die Umsetzung schwierig gestaltet, bleibt FCB-Präsident Herbert Hainer diesbezüglich optimistisch.
Beim FC Bayern wird sich aller Voraussicht nach auf der Zugangsseite in diesem Transfersommer nichts mehr tun. Max Eberl & Co. haben hier ihre Hausaufgaben früh und zur Zufriedenheit aller erledigt. Dafür steht bei den Abgängen noch einiges an Arbeit an. Dabei befinden sich mit João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza drei Verkaufskandidaten besonders im Fokus. Präsident Herbert Hainer zeigt sich zuversichtlich, dass bis zum Deadline Day noch Bewegung in diese Personalien kommt.
Noch drei Wochen bleiben Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund, um den FCB-Kader für die neue Saison weiter zu verschlanken. Während auf der Zugangsseite neben der endgültigen Verpflichtung von Bara Sapoko Ndiaye keine Aktivitäten mehr erwartet werden, sollen noch einige Spieler den Rekordmeister verlassen, die im Spielsystem von Chefcoach Vincent Kompany keine Rolle mehr spielen.
Komplizierte finanzielle Rahmenbedingungen bei FCB-Abschiedskandidaten
Ganz oben auf der Abgangskandidatenliste stehen Palhinha, Boey und Zaragoza. Bei den drei Profis gestaltet sich die Suche nach einem passenden Abnehmer jedoch kompliziert. Der Hauptgrund hierfür sind die finanziellen Rahmenbedingungen. Neben einer adäquaten Ablösesumme müssen die interessierten Vereine auch die vergleichsweise hohen Gehälter der Bayern-Profis stemmen bzw. übernehmen. Außerdem möchte man an der Säbener Straße die Spieler lieber dauerhaft verkaufen, anstelle sie erneut zu verleihen. Bei allen drei Profis wurden die Kaufoptionen nach den letzten Leihgeschäften nicht gezogen.
Am Rande des 2:0-Testspiel-Siegs der Bayern-Frauen gegen Paris FC in ihrer neuen Heimspielstätte, dem Sportpark Unterhaching, äußerte sich Bayern-Präsident Herbert Hainer am Sonntagnachmittag zum aktuellen Stand: „Wir haben noch drei Wochen Zeit, es gibt auch Interesse von vielen Vereinen. Da wird hart gepokert. Aber ich bin guter Dinge, dass wir da noch Bewegung sehen“, so der 72-Jährige.
Vor allem bei Palhinha scheint ein zeitnaher Abschied durchaus realistisch. Der ehemalige portugiesische Nationalspieler besitzt den größten Markt unter den drei Verkaufskandidaten. Vor allem Aston Villa, Benfica Lissabon und Newcastle United werden derzeit als Interessenten gehandelt.
Komplizierter gestaltet sich die Situation bei Zaragoza und Boey. Für den Spanier gibt es zwar Anfragen aus seiner Heimat, dabei geht es bislang jedoch vor allem um mögliche Leihgeschäfte. Und auch beim Franzosen Boey ist keine schnelle Lösung in Sicht. Zwar zeigte der Rechtsverteidiger in der Vorbereitung ansprechende Leistungen, spielt in den Planungen von Kompany aber offenbar keine Rolle mehr.
Für die Münchner Verantwortlichen beginnt nun die finale Phase des Transferfensters, und Präsident Hainer setzt dabei durchaus optimistisch auf die Dynamik der letzten Transferwochen. Gerade kurz vor und am Deadline Day geraten viele Klubs unter Druck, und die Bayern hoffen, davon bei ihren Verkaufskandidaten profitieren zu können.
