Trotz großer Vorschusslorbeeren passte es zwischen Bryan Zaragoza und dem FC Bayern nie wirklich. Verlässt der kleine Flügelflitzer die Münchner nun endgültig?
Der 1,64 Meter kleine Bryan Zaragoza wurde vom FC Bayern im Dezember 2023 für den Sommer 2024 verpflichtet. Aufgrund von verletzungsbedingten Personalengpässen wurde der Deal jedoch schon für den Januar 2024 vorgezogen – und das Ganze entwickelte sich zu einem einzigen Missverständnis. Der heute 24-Jährige „fremdelte“ in München von Beginn an, der damalige Chefcoach Thomas Tuchel gab unter anderem „Sprachbarrieren“ als Grund für seine geringen Einsatzzeiten an. Aber auch Nachfolger Vincent Kompany fand in seinem Spielsystem für den dreimaligen spanischen Nationalspieler keine Verwendung.
Nach drei Leihen zu CA Osasuna, Celta Vigo und AS Rom von 2024 bis 2026 soll Zaragoza den FC Bayern in diesem Sommer nun endgültig verlassen. Nachdem zuletzt über einen Wechsel nach Saudi-Arabien spekuliert worden ist, zeichnet sich jetzt eine weitere Option für den dribbelstarken Spanier ab: Espanyol Barcelona soll konkretes Interesse zeigen.
Spieler und Verein uneins: Barcelona oder Saudi-Arabien
Nach Informationen der spanischen Zeitung Mundo Deportivo beschäftigt sich der Stadtrivale des FC Barcelona intensiv mit dem 24-Jährigen. Allerdings scheint Zaragozas derzeitiges Gehalt beim FC Bayern ein erhebliches Hindernis darzustellen. Der Flügelspieler soll beim Rekordmeister zwischen 3,5 und 5,5 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Für Espanyol ist diese Größenordnung eine beträchtliche finanzielle Herausforderung. Entsprechend sollen die Katalanen daran arbeiten, diesbezüglich Lösungen zu finden.
Vergangene Woche wurde Zaragoza ebenfalls laut Mundo Deportivo noch mit einem Wechsel in die finanzstarke Saudi Pro League in Verbindung gebracht. Dort sollen sich gleich mehrere Vereine für ihn interessieren. Während der FC Bayern wohl diese Alternative bevorzugen würde, soll der Spieler selbst eine Rückkehr nach Spanien präferieren.
Schaut man sich seine Karrieredaten an, ist dies absolut nachvollziehbar: Zaragoza scheint zu den Sportlern zu zählen, die ausschließlich in der Heimat „funktionieren“. Während seine Leistungen in LaLiga beim FC Granada, in Pamplona und in Vigo sehr ansprechend waren, ist er in München und Rom mehr oder weniger untergegangen. Als ihn José Mourinho 2024 zu Fenerbahce Istanbul holen wollte, verweigerte er diese Option. In Saudi-Arabien würde Zaragoza eine wohl noch „viel fremdere Kultur“ antreffen.
