WM-Star Ismael Saibari ist wohl der Top-Neuzugang des FC Bayern in diesem Sommer. Der marokkanische Nationalspieler erzählt nun seine außergewöhnliche Geschichte.
Im Mitgliedermagazin 51 des FC Bayern blickt Ismael Saibari auf seinen steinigen Weg zum Fußballprofi, der ihn nun zum deutschen Rekordmeister geführt hat, zurück. So schildert er, wie sein Vater Hassan schon sehr früh größten Wert darauf gelegt hat, dass er nicht nur einseitig mit seinem stark rechten Fuß agierte. Nach jedem Training in seiner spanischen Geburtsstadt Terrassa musste der heutige Bayern-Profi deshalb täglich zwischen 50 und 60 Abschlüsse ausschließlich mit dem linken Fuß absolvieren.
„Am Anfang habe ich es gehasst“, erinnert sich der 25-Jährige im Bayern-Magazin 51. Während seine Mitspieler längst auf dem Heimweg waren, musste er in ungeliebten Zusatzschichten schuften. Heute schätzt der technisch versierte Offensivspieler diese Zeit natürlich vollkommen anders ein: „Am Ende hat es sich ausgezahlt.“
Saibaris zahlreiche Hürden auf dem Weg zum FC Bayern
Dass der 35-fache Nationalspieler (12 Tore) später überhaupt einmal Fußballprofi werden könnte, schien bei seiner Geburt ausgeschlossen zu sein. Denn Saibari kam mit einer ausgeprägten Fehlstellung beider Füße zur Welt. Die Ärzte sollen damals sogar gezweifelt haben, dass er überhaupt einmal normal laufen werden könne.
Auch auf seinem Weg in den Profifußball musste der neue Bayernstar einige Tiefschläge verkraften. Beim belgischen Traditionsklub RSC Anderlecht wurde Saibari als 18-Jähriger aussortiert, weil ihn die Verantwortlichen körperlich für nicht leistungsfähig genug hielten.
Dies ist rückblickend doch erstaunlich, weil heute ausgerechnet seine Physis zu seinen großen Stärken zählt. Der Spielstil des 1,85 Meter großen Spielers ist durch eine Kombination aus Robustheit, Dynamik und ausgezeichneter Technik geprägt. In der Offensive kann er flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden. Mit genau diesem Profil überzeugte Saibari auch die Verantwortlichen des FC Bayern.
Der frühere Eindhoven-Angreifer unterschrieb Anfang Juli einen Fünfjahres-Vertrag beim Rekordmeister und gilt als Wunschspieler von Cheftrainer Vincent Kompany. Nach eigener Aussage spielte der Belgier eine wichtige Rolle bei seiner Wechselentscheidung.
Auch frühere Wegbegleiter schwärmen von den Qualitäten des Neuzugangs. Ex-Bayern-Verteidiger Medhi Benatia lobte insbesondere Saibaris Tempo, seine Technik und seine Fähigkeit, sich auch unter Druck durchzusetzen. Sein früherer Trainer Kevin Van Dessel bezeichnete ihn als eine moderne „Neuneinhalb“, die sowohl offensiv Tiefe erzeugt als auch intensiv gegen den Ball arbeitet. Sein wenig geradliniger Werdegang zeigt zudem eindrucksvoll, dass sich Saibari auch von größeren Hürden nicht aufhalten lässt. Beste Grundvoraussetzungen für eine große Karriere beim FC Bayern.

Das ist ein sehr interessanter Spieler für Bayern, und ein „eigener Typus“, was seine Physis betrifft. Es dürfte schnell zu einem der Aushängeschilder der Bundesliga werden.
Volle Zustimmung.