Spezielles Vorbild: Matthäus hält Wende bei Palhinha & Co beim FC Bayern für möglich

Der FC Bayern hat große Schwierigkeiten, einige Verkaufskandidaten in diesem Transfersommer von der Gehaltsliste zu bekommen. Lothar Matthäus erinnert in diesem Zusammenhang an einen Ex-Spieler.

Joao Palhinha, Sacha Boey, Bryan Zaragoza (und auch Armindo Sieb) spielen in den sportlichen Planungen des FC Bayern ganz offensichtlich keine Rolle mehr. Auf der Homepage des Rekordmeisters findet man diese Spieler nicht einmal mehr im Profikader für die Saison 2026/27. Dennoch kann sich Lothar Matthäus nicht vorstellen, dass für das erstgenannte Trio bereits alles entschieden ist. Der 65-Jährige verweist dabei auf das Beispiel von Leon Goretzka in den vergangenen Transferperioden.

Der FC Bayern hat jüngst unmissverständlich klargestellt, dass Palhinha, Boey und Zaragoza den Klub noch in diesem Sommer verlassen sollen. Sportvorstand Max Eberl verkündete dabei ganz offiziell, dass die Spieler definitiv keine Perspektive mehr an der Säbener Straße haben. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung dieser Pläne bisher als schwieriges Unterfangen: Bei keinem der drei wurden die Kaufoptionen nach den Leihgeschäften der vergangenen Spielzeit gezogen. Die neuen Interessierten zögern wegen der hohen Gehaltsvorstellungen und Ablöseforderungen.

FCB-Forderungen für Palhinha laut Matthäus zu hoch

In seiner Sky-Kolumne äußert sich nun Lothar Matthäus zur derzeitigen Situation der Wechselkandidaten. Speziell beim ehemaligen portugiesischen Nationalspieler Palhinha schätzt er die von den Bayern abgerufene Transfersumme als zu hoch ein: „Ich glaube nicht, dass die Bayern die 30 Millionen, die sie für Joao Palhinha möchten, auch bekommen. Da müssen sie mit ihrer Forderung vielleicht nach unten gehen“, so der Weltmeister von 1990. Bei der Argumentation des deutschen Rekordnationalspielers könnte jedoch auch eine Fehlinformation hinsichtlich der Zahlen vorliegen: Andere Quellen sprechen eher von 20 bis maximal 25 Millionen Euro.

Womit Matthäus aber gewiss recht hat, ist, dass die interessierten Vereine ganz genau die Situation an der Säbener Straße kennen: Man befindet sich nie in einer guten Verhandlungsposition, wenn Spieler zuvor eindeutig zu Verkaufskandidaten erklärt wurden. Dadurch werde es laut dem 65-Jährigen deutlich schwieriger, höhere Ablösesummen durchzusetzen.

Für den Fall, dass in diesem Sommer keine Lösungen gefunden werden sollten, sieht Matthäus dennoch keinen Grund, die Situation als aussichtslos abzuhaken. Der frühere Kapitän des FC Bayern erinnert dabei an Leon Goretzka, der sowohl im Sommer 2024 als auch im Sommer 2025 ebenfalls als Verkaufskandidat galt, den Verein jedoch nicht verlassen wollte.

Stattdessen kämpfte sich der Nationalspieler über starke Leistungen zurück in die Mannschaft. FCB-Chefcoach Vincent Kompany lobte ihn dafür sogar ausdrücklich als großes Vorbild für die gesamte Mannschaft. „Vielleicht könnte dann ein Leon Goretzka ein gutes Beispiel für Palhinha & Co. sein“, so Matthäus. Der kleine, aber feine Unterschied: Goretzka spielte acht Jahre für den Rekordmeister, war lange Zeit Führungsspieler. Palhinha & Co sind dagegen nie so richtig in München angekommen.

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