Auf der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart gab es viel Anlass, stolz auf die vergangene Saison zu sein. Dennoch stand überraschenderweise der FC Bayern teilweise im Fokus.
Nach einer sportlich erfolgreichen Spielzeit – Champions-League-Qualifikation und DFB-Pokalfinale – erhielt der VfB Stuttgart von seinen Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung in der Stuttgarter Porsche-Arena für zahlreiche Rekordzahlen viel Applaus. Dies motivierte CEO Alexander Wehrle offensichtlich dazu, zusätzlich einige Spitzen Richtung München abzulassen.
Dazu ließ der 51-jährige VfB-Boss den Transferpoker um Nick Woltemade im vergangenen Sommer Revue passieren. Der FC Bayern hatte sich intensiv um den damaligen VfB-Stürmer bemüht, und war sich mit ihm über einen Wechsel an die Säbener Straße einig gewesen. Während sich die Münchner Verantwortlichen am Marktwert (30 Millionen Euro) des 1,98 Meter langen Offensivspielers orientiert hatten, hatten die Schwaben ganz andere Vorstellungen gehabt. Nun konnte sich Wehrle auf der Veranstaltung diesbezügliche Sticheleien gegen den Rekordmeister nicht verkneifen.
Obwohl das höchste Angebot des FC Bayern für den Wunschspieler Woltemade im Sommer 2025 mit 60 Millionen Euro das Doppelte seines damaligen Marktwerts erreicht hatte, stimmten die VfB-Verantwortlichen um Wehrle nicht zu. Am Ende wechselte der deutsche Nationalspieler zu Newcastle United. Der Premier-League-Klub zahlte letztendlich 75 Millionen Euro für den heute 24-Jährigen.
Bayern-Angebot als „Butterbrezel“ verspottet
Zu den Geschehnissen im vergangenen Sommer äußerte sich Wehrle nun auf der Mitgliederversammlung: „Wir wollten Bayern nicht ärgern“. Allerdings seien die FCB-Offerten aus VfB-Perspektive schlichtweg nicht gut genug gewesen. Das 60-Millionen-Angebot der Bayern verspottete Wehrle unter dem Gelächter der Stuttgarter Vereinsmitglieder als kaum mehr als „eine Butterbrezel“.
Einmal in Fahrt, nutzte Wehrle die Stimmung auf der Versammlung für einen weiteren Seitenhieb in Richtung des deutschen Rekordmeisters: Mit Blick auf die Stadionatmosphäre im DFB-Pokalfinale zwischen den beiden Klubs am 23. Mai in Berlin erklärte er: „Ich habe keine Fans des FC Bayern gehört.“ Der höhnische Applaus der VfB-Mitglieder war ihm damit erneut sicher. Ob dies tatsächlich seine Wahrnehmung im Berliner Endspiel war, ist nicht bekannt. In der Realität standen sich von Beginn an zwei ebenbürtige Fanlager gegenüber, von welchen am Ende das Münchner den 3:0-Triumph des FC Bayern frenetisch feierte.
Insgesamt viermal war der VfB Stuttgart dem Rekordmeister in der Spielzeit 2025/26 unterlegen, dreimal gewann dieser dabei einen Titel: Zum Saisonstart siegten die Bayern in Stuttgart beim Franz-Beckenbauer-Supercup (2:1), am 30. Bundesligaspieltag wurde die Meisterschaft in der heimischen Arena sogar mit einer B-Elf eingetütet (4:2) – und eben zum Saisonfinale der Pokalsieg dank eines Hattricks von Harry Kane. Auch die vierte VfB-Pleite gegen Bayern hatte es in sich: Das 0:5 war zusammen mit zwei Niederlagen in gleicher Höhe die höchste Stuttgart-Heimniederlage der BL-Geschichte.
Nach dem 0:3 im Pokalfinale sah man sich in Stuttgart insgesamt auf Augenhöhe, was deswegen überraschte, weil die Schwaben über die gesamte Spielzeit hinweg keine einzige hochkarätige Torchance besaßen. Inwieweit die Pleitenserie Wehrle auf der Mitgliederversammlung zu den Sticheleien Richtung München bewegte, ist unklar. Es könnte aber auch sein, dass er sich zuletzt darüber ärgerte, dass die FCB-Bosse dem VfB bei der Verpflichtung von Alexander Nübel nicht entgegengekommen sind. Der dreimalige Nationaltorwart wechselte schlussendlich zu Besiktas Istanbul.

Da hat Herr Wehrle natürlich wahnsinnig viel davon, wenn die Fans des VfB Stuttgart lauter waren als die des FC Bayern, Bayern aber das Spiel 3:0 gewonnen hat. Und zu Nick Woltemade gibt es Folgendes zu sagen: Wenn Herr Wehrle das satte Angebot des FC Bayern als Butterbreze bezeichnet, kann er einem echt leidtun. Und wenn ein Verein wie Newcastle United dumm genug ist, für einen solchen Loser noch mehr zu bieten und dann tatsächlich auch zu bezahlen, dann kann man nur sagen: selbst schuld. Nur gut, dass Bayern ihn nicht bekommen hat.
Seeehr schlechter Verlierer!! Im Nachhinein kann man nur sagen, was für ein Glück, dass der Butterbrezel-Deal nicht zustande gekommen ist!!
Mindestens 60 Millionen gespart… und nix gegen Woltemade, aber das wäre kein guter Deal für den FC-Bayern gewesen.
Und die sonstigen Spitzen von Wehrle zeigen nur Neid und schlechten Stil.
Warum sollte der FC Bayern dem VfB Stuttgart, beim Deal mit Nübel entgegen kommen, ist der VfB dem FC Bayern beim Deal mit Woltemade entgegen gekommen? Nein, weil das ein raffgieriger Verein ist, die meinen die anderen sind Blöde.