Wird Davies nach der Brown-Verpflichtung zum Bayern-Verkaufskandidaten?

Der FC Bayern hat sich mit Nationalspieler Nathaniel Brown auf der linken Abwehrseite verstärkt. Was bedeutet dieser Millionen-Transfer für Alphonso Davies?

Der FC Bayern hat den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown unter Vertrag genommen. Der 23-Jährige wechselt von Eintracht Frankfurt nach München und unterschrieb beim Rekordmeister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Als Ablösesumme fallen inklusive Bonuszahlungen über 50 Millionen Euro an. Bei dieser Größenordnung stellt sich durchaus die Frage, welche Auswirkungen diese Verpflichtung für den bisherigen Stammlinksverteidiger Alphonso Davies haben wird. Ist er gar ein Verkaufskandidat?

Nach Informationen von BILD-Fußballchef Christian Falk ist dies nicht der Fall. Verein und Spieler planen die Fortführung der Zusammenarbeit. Der kanadische Nationalspieler fühlt sich sehr wohl in der bayerischen Landeshauptstadt und der FC Bayern möchte eine Konkurrenzsituation auf dieser Position schaffen. Zuletzt ist dies nicht gelungen: Davies und Konkurrent Hiroki Ito waren regelmäßig verletzt und das marokkanische Talent Adam Aznou ist im vergangenen Sommer zum FC Everton „geflüchtet“, weil er sich beim Rekordmeister keine großen Chancen auf vermehrte Spielzeiten ausrechnete.

Keine Zweifel an der sportlichen Qualität von Davies beim FC Bayern

Folglich haben die Verantwortlichen an der Säbener Straße speziell wegen der Verletzungshistorie von Davies bewusst auf der linken Abwehrseite nachgerüstet. Der Transfer von Brown ist keineswegs ein Indiz dafür, dass beim Rekordmeister Zweifel an den sportlichen Qualitäten des 25-Jährigen bestehen.

Generell ist es das Ziel des FC Bayern, auf jeder Position doppelt und dies möglichst gleichwertig besetzt zu sein. In einer Saison mit beim FC Bayern standardmäßig über 50 Pflichtspielen dürften sowohl Brown als auch Davies auf genügend Einsatzzeiten kommen. Beide verkörpern zudem den von Coach Vincent Kompany bevorzugten flexibel einsetzbaren Spielertyp: Davies kann zusätzlich auf dem linken offensiven Flügel eingesetzt werden, während Neuzugang Brown ebenfalls weiter vorne und auch auf der rechten Abwehrseite spielen kann.

So ist ein Verkauf des Kapitäns der kanadischen Nationalmannschaft derzeit überhaupt kein Thema an der Säbener Straße. Laut Christian Falk würden sich die Bayern nur bei einem außergewöhnlich hohen Angebot gesprächsbereit zeigen und auch nur dann, wenn sich Davies selbst einen Wechsel vorstellen könnte.

Aktuell deutet somit nichts darauf hin, dass die Verpflichtung des gebürtigen Bayern Brown einen Davies-Abschied einläuten könnte. Stattdessen soll mit der Doppelbesetzung die Qualität auf der linken Seite künftig deutlich erhöht werden.

Während der ehemalige Frankfurter als einer der wenigen Lichtblicke mit der deutschen Nationalmannschaft bereits bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko ausgeschieden ist, steht Davies mit seinem Team im Achtelfinale und trifft dort auf Marokko mit seinem zukünftigen FCB-Teamkollegen Ismael Saibari.

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